über Kimba

Kimba als Welpe / Junghund – 2003

Der 2. August 2003 war ein ganz besonderer Tag, zumindest für mich. An diesem Tag wurde Kimba geboren. Sie, eine rot- falben farbene Eurasierhündin, sollte mein Hund werden. 10 Wochen später zog dieses kleine Fellknäuel bei mir ein. Ich hatte damals keine Vorstellung, dass sich von nun an alles verändern würde.

Es ist mir ein Bedürfnis, hier ihre Lebens- und Krankengeschichte von Geburt an bis heute zusammenzufassen.

Kimbi ging es seit dem Tag, an den sie vom Züchter an mich übergegeben wurde, gesundheitlich sehr schlecht.

Vermutlich hat sie eine genetisch bedingte Leberschwäche oder als Welpe eine Hepatits durchlaufen. Nach heutigem Wissensstand bin ich davon überzeugt, dass es zudem einen engen Zusammenhang mit ihrer Impfung und verschiedenen Medikamenten gab, die ihre Gesundheit zusätzlich massiv schädigten.

Ihre Ernährung basiert von Anfang an auf frischer, selbst zubereiteter Nahrung. Seit 2007 wird sie keinerlei Impfungen mehr ausgesetzt. Sie ist chronisch erkrankt und wird fast ausschließlich über Homöopathie, alternative Heilmethoden wie z.B Heilkräuter, Heilpilze und Ernährungsanpassungen  behandelt.

Endlich war das Welpenkind eingezogen und ich freute mich darauf, sie kennen zu lernen, sie wachsen und gedeihen zu sehen und unsere gemeinsame Zeit zu gestalten.

Es kam anders- Kimbi erbrach sich vom Moment der Abgabe an und das über 2 Tage. Ihre ersten beiden Lebensjahre waren gekennzeichnet von ständig wiederkehrendem Erbrechen und durchfallartigen, schleimigen Kotabsätzen. Sie war schnell gestresst und entwickelte Zwangsverhalten. Sie nagte in Stresssituationen ihre Pfoten wund. Sie hechelte auffallend viel und ihre Augen tränten.

Natürlich setzte ich den gesamten verfügbaren schulmedizinischen Apparat in Bewegung, um eine mögliche Ursache für ihre Beschwerden zu finden. Ihr Herz wurde ebenso abgeklärt wie ihr Pankreas, das Labor erstellte ein geriatrisches Profil, untersuchte ihren Kot, sie wurde geschallt und geröntgt- alles ohne Befund.

Ohne konkreten Verdacht begann man eine reine Symptombehandlung, um ihr Erleichterung zu verschaffen, denn dass es ihr zunehmend schlechter ging, war offensichtlich. In ihrem geschwächten Darm inklusive kaputtem Immunsystem nisteten sich Würmer aller Art ein. Es dauerte Monate, bis ihre Kotproben „Befall frei“ getestet wurden und sich ihr Darm über Floraaufbau und Heilkräuter wieder normalisierte.

Der Zahnwechsel war mit 5 Monaten abgeschlossen und lief problemlos ab.

Neben all diesen Problemen litt sie in den ersten beiden Jahren dreimal an Zwingerhusten, einmal an starker Bronchitis und Verdacht auf eine Lungenentzündung in der Folge, die mit einer Antibiose behandelt werden mussten.

Sie hatte ständig Augenentzündungen, Entzündungen des dritten Lids, Distichien entwickelten sich ebenso wie Fettablagerungen auf der Hornhaut ihres Auges. Leider musste sie auf Grund der Augenproblematik (Bläschenentzündung + Distichien) am Auge operiert werden, heute würde ich mich dagegen entscheiden, da es andere Wege dafür gibt. Sie hatte aber alles soweit gut überstanden.

Im ersten Lebensjahr wurde immer offenkundiger, dass sie eine deutliche Hinterhandschwäche hatte, die sich durch Lahmheit nach Sprints bemerkbar machte. Diese Lahmheit zog immer eine anhaltende Schonzeit nach sich- ein Teufelskreis.

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Kimba im 1. Jahr – 2004

Mit 12 Monaten bereitete sie sich auf ihre erste Läufigkeit vor. Diese Läufigkeit war begleitet von starken Blutungen, Bauchweh, Durchfall und extremer Unruhe. Sie jaulte die erste Woche immer mal wieder, während der Standhitze steigerte sich dieses Jaulen nachts in wolfsähnliches Geheul. Ihre Scheinträchtigkeit verlief, wie schon zu erwarten, in schwerer Form mit allen Begleiterscheinungen, wie zerkratzten Zitzen und maternaler Aggression gegenüber Artgenossen jeglichen Geschlechts. Die Pseudogravidität mündete in eine Gebärmutter- und Scheidenentzündung.

Nach der Läufigkeit war sie öfter müde und lustlos, hechelte, kaute an ihren Pfoten, hatte Augenprobleme, Darmerkrankungen und war ständig gestresst. Danach ging es ihr ein paar Monate relativ gut, ihre Symptome ließen nach.

Kimbi war neben all ihren körperlichen Beschwerden schon immer ein sehr aktiver, unruhiger Hund mit einer extremen Jagdmotivation, die sich schon mit 3 Monaten bemerkbar machte. Ich versuchte von Beginn an sie zu entspannen, doch sie bekam immer wieder starke Hechelanfälle, sowohl in Ruhephasen als auch bei Bewegung. Sie entwickelte ein extremes Zwangsverhalten, indem sie ihre eigenen Pfoten bekaute, bis sie blutig waren.

Sie kam gesundheitlich nie lange zur Ruhe, sie entwickelte mit einem Jahr Fressstörungen, ständige Begleiter waren Magen-Darmprobleme mit Erbrechen, schleimigen Durchfällen, Magenentzündungen und eine anhaltende Lahmheit der Hinterhand.

Eine Magenspiegelung mit einem parallel laufenden Röntgen der Wirbelsäule, Hüfte und der Sprunggelenke, war ein erneuter Versuch, ihren Problemen endlich auf den Grund zu gehen.

Diesmal mit Befund – Kimbi hatte sich einen Helicobacter eingefangen und eine schmerzhafte Absplitterung in beiden Sprunggelenken.

Während der Helicobacter akut behandelt wurde und schnell Besserung eintrat, entschieden wir in Bezug auf ihr Gelenk mit einer Operation zu warten bis zur Ausreifung, dem endgültigen Auswachsen des orthopädischen Apparates und einer möglichst beschwerdefreien Phase. So wurde sie mit Kräutertabletten und Schonung behandelt.

Die OP des Sprunggelenks erfolgte mit 22 Monaten in einer gesundheitlich ruhigen Phase. Die linke Seite hatte sich im Laufe der Jugendentwicklung verwachsen, die rechte Seite musste jedoch operiert werden, um die Splitter zu entfernen.

Mit knapp zwei Jahren folgte die zweite Läufigkeit, die Begleiterscheinungen waren die gleichen wie bei der ersten Hitze, allerdings viel stärker in ihrer Ausprägung. Diesmal hatte sie zusätzlich Milcheinschuss, nuckelte sich die Zitzen wund und hechelte anfallweise, das aggressive Verhalten gegenüber Artgenossen beiderlei Geschlechts trat ebenso wieder auf.

Die Erfahrungen dieser Zeit machte mir die Entscheidung leicht, Kimba mit zweieinhalb Jahren kastrieren zulassen. Während der Kastrationsoperation fand der Operateur einige Zysten in der Gebärmutter und an den Eierstöcken. Die Kastration erwirkte eine positive Veränderung ihres Verhaltens und ihrer Gesundheit.

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Kimba ab 2,5 Jahren – 2005

Es folgten 3-4 Monate, in denen es ihr besser zu gehen schien, vereinzelt, aber selten gab es mal weicheren Kot und Hechelanfälle, erbrochen hat sie in dieser Zeit gar nicht mehr, das Pfotenkauen wurde deutlich weniger.

Aber bedauerlicherweise verfiel sie unvermittelt wieder in ihr altes Verhalten, begleitet von all ihren gesundheitlichen Gebrechen. Ihre Stresstoleranz war sehr niedrig, sie zeigte wieder ihr Zwangsverhalten, wurde geräuschempfindlicher und zu ihrem Hecheln gesellte sich ein leichter Husten.

Wir trainierten schon damals über Markertraining, das sie sehr gerne mochte. Da sie sehr viel Spaß am Lernen hatte, führte das schnell zu Lernerfolgen. Doch außerhalb unseres Trainings war alles wieder beim Alten, so begann ich erneut nach der Ursache ihrer Beschwerden zu forschen.

Da ihre Kastration eine Verschiebung der Schilddrüsenwerte nach sich ziehen konnte, standen eh Blutuntersuchungen an.

Ich gab ein großes Blutbild mit Organ- und Schilddrüsenprofil in Auftrag. Der Tierarzt schloss aus den Laborbefunden, dass alles in Ordnung sei, er diagnostizierte lediglich eine leichte Allergie.

Ihr Eisenwert war zu diesem Zeitpunkt leicht erhöht und ihre Schilddrüsenwerte bewegten sich im unteren Drittel des Referenzbereiches.

In mir verhärtete sich der Verdacht, dass sie unter einer Nerven- und Hormonsystemstörung litt und einhergehend Probleme mit dem endokrinologischen Drüsensystem (Hypophyse, Schilddrüse,  Nebennieren) vorlagen.

Ich wollte außerdem ihr Herz auf Erkrankungen abklopfen, selbst wenn vor der Kastration noch alles ohne Befund gewesen war.

Die angesprochenen Tierärzte hielten all diese Untersuchungen für überflüssig und meinen Verdacht absurd. Sie nahmen meine Bedenken und Ängste nicht ernst, im Gegenteil, sie fanden unter anderem, dass unser Klickertraining als Ursache allen Übels zu sehen sei.

Die Beschwerden, im Folgenden aufgezählt, nahmen in den weiteren Monaten zu und verstärkten sich. Ich konnte weder mit Training, Entspannung noch Ruhe entgegen wirken.

– Hecheln in den Ruhephasen und nach dem Schlaf
– Hustenanfälle
– Müdigkeit, Trägheit
– Fressstörungen
– Ohrenschmalz, Ohrenentzündung, Ohrrand ausgetrocknet
– schuppiges Fell, ölige Seborrhöe
– Magenprobleme
– Darmprobleme
– Durchfall, breiartiger Durchfall mit Schleim, schwärzlicher Kot
– Erbrechen
– Stressempfindlichkeit, Geräuschempfindlichkeit, Schreckhaftigkeit
– stark tränende Augen
– Zwangsverhalten ( Pfoten zernagen)
– kaum belastbar
– extreme Berührungsempfindlichkeit
– Augenblinzeln, doppelte Wimpernreihe, rötliche Augen
– Augenkratzen auf Teppich oder Korb
– glanzlose Augen
– Fettablagerung auf der Hornhaut
– sehr ängstlich (zittern, speicheln, hecheln, unruhig), zeigt oft Meideverhalten
– teils extrem aggressiv gegenüber Artgenossen
– ab und an Inkontinenz
– Nach 12 Monaten trotz Kastration eine Art Scheinschwangerschaft
– Allergien und Unverträglichkeiten
– extreme Jagdmotivation
– graue Haare an der Schnauze
– Schwarzverfärbung der Haut
– nächtliche Unruhe

Diese Symptome hatten eine erneute Blutabnahme zur Folge mit dem Ergebnis, dass ihre Schilddrüsenwerte leicht gestiegen, allerdings für mich immer noch viel zu niedrig waren.

Es war damals noch viel schwieriger als heute- ich hatte keinen Befund, bekam weder Hilfe noch Medikamente, trotz meines Verdachts und Kimbis Zustand. Die parallel laufende homöopathische Behandlung erbrachte auch keine messbaren Ergebnisse.

Kimbas Zustand verschlechterte sich zusehends, ihre Panik bezog immer mehr Auslöser ein, in der Wohnung war es mir nicht mehr möglich, den Fernseher oder das Radio anzustellen. Pfeifen, Klatschen oder Schnalzen konnte sie nicht mehr ertragen, Geräusche wie Knaller, Autos, Fehlzündungen etc. erschreckten sie so, dass sie sich zitternd unter das Bett verkroch.

Der vermehrte Stress trat den Kreislauf von vermehrten Erkrankungen los.

Angst zieht Kreise, natürlich auch bei Kimbi.

Nach meinen Erfahrungen mit einer Vielzahl von Tierärzten, bei denen ich mich weder aufgehoben noch ernst genommen fühlte, kam ich zu dem Entschluss, dass ich die Behandlung und Ursachenforschung selbst in die Hand nahm.

Ich komme aus dem medizinischen Bereich und daher forschte ich im Bereich Nebenniere, Schilddrüse, Pankreas und Leber, um Kimbis Schwierigkeiten auf den Grund zu gehen, um nicht immer nur die Symptome behandeln zu lassen.

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Kimba 3,5 Jahre – 2007

Als Kimba 3,5 Jahre alt war, traf ich endlich auf einen Veterinär, der bereit war zuzuhören, sich Zeit zu nehmen und entschlossen war, alles zu tun, um meiner Maus zu helfen.

Wir entschlossen uns ein großes Blutbild zu erstellen, ebenso wie ein Schilddrüsen,- Organ,- und Pankreasprofil, ein EKG, ein Herzdoppelultraschall, Cortisolwerte, Kotuntersuchung und Röntgen. Die erhöhten Cortisolwerte im Zusammenhang mit ihren Symptomen legten zusätzlich einen Morbus Cushing Test nahe.

Befund:
– Trikuspidalklappeninsuffizienz, die noch nicht medikamentös behandelt werden musste. Ich gab ihr L-Carnitin und Crategus zur Stärkung.
– Es gab eine Wasseransammlung / Ödembildung in der Lunge- Alternativ behandelt.
– Subklinische Schilddrüsenunterfunktion (SD-Werte waren im unteren
Referenzbereich T4 1,8) Sie wurde substituiert mit Thyroxin.
– Das große Blutbild, das Organprofil und die Kotuntersuchung – ohne Befund.
– Eisenwert war erhöht.
– Eine Leber- und Pankreasschwäche wurde vermutet – nicht nachweisbar.
– Kein Morbus Cushing !
– Nebennieren ebenso ohne Befund.

Die Thyroxingabe tat Kimbi sehr gut, innerhalb von sechs Wochen veränderte sich ihr Verhalten und ihre Gesundheit in eine sehr positive Richtung. Der T4 Wert stieg zwar, bewegte sich aber immer noch im unteren bis mittleren Bereich. Ich dosierte sie langsam Schritt für Schritt weiter nach oben. Nach sechs Wochen erhöhte ich ein weiteres Mal und ihre Geräuschempfindlichkeit hatte sich fast verflüchtigt.

Nun kam eine Zeit, in der Kimba und ich viel zusammen trainieren mussten, um ihrem erlernten Verhalten der vergangenen Jahre entgegen zu arbeiten.

Die erste Kontrolluntersuchung ihres Herzens erfolgte nach einem halben Jahr und erbrachte viel positives- der Rückfluss war deutlich verbessert, die Herzklappe war abgeschwollen und die Wasseransammlung war auch verschwunden. Wir vermuteten, dass ihre Herzinsuffizienz rechts durch die nicht behandelte Schilddrüsenunterfunktion entstanden ist.

Kimbi bekam bei 21 kg Gewicht regelmäßig Thyroxin (450µ morgens/ 400 µ abends) und hatte einen T4 Wert von 3,3.
Ich dosierte das Thyroxin noch ein wenig höher, bis sich eine leichte Überdosierung einstellte, die ich anhand ihrer Symptome erkannte. Ab diesem Zeitpunkt, nahm ich ein wenig Thyroxin wieder heraus, bis sowohl ihre Werte als auch ihr Verhalten besser wurden.
Als Hilfe für eine ideale Dosierung, nahm ich den T4 Wert von 3,3, da sich bei eine leichte Überdosierung einen T4 von 3,6 zeigte.
Allerdings stellte ich sie in der Mehrheit nach ihrem Verhalten ein und orientierte mich an Verhaltensverschlechterung bzw. -besserung.

Ihr Verhalten und ihre Gesundheit verbesserten sich auffällig, die Fettablagerung auf der Hornhaut verschwand, unser Training brachte uns Fortschritte.
Trotz alledem gab es immer wieder Probleme und der Gedanke, dass es sich um eine NTI (non thyroidal illness) handeln könnte, rückte wieder in mein Bewusstsein. Ihre Augen waren noch immer matt, mir fehlte der Glanz in ihnen. Dazu kam, dass sie immer mal wieder Nachts sehr unruhig war, insbesondere um 2 Uhr herum. Laut Organuhr spricht es wieder für die Leber.

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Kimba im 4. Jahr – 2007 / 2008

In Kimbas viertem Lebensjahr kam es wie in jedem Jahr zu einer Art Scheinschwangerschaft, mit Inkontinenz im Schlaf und besonders unter Stress, Spielzeug „bemuttern“ und gelegentlichem Jaulen.

Viele Symptome ihres Zwangsverhaltens, wie zum Beispiel ihr Pfotenkauen stagnierten ohne wirkliche Besserung, ihre Fellqualität machte ebenso Sorgen, wie ihre permanente Gestresstheit.
Nach einem weiteren Versuch mit einer Homöopathin, die eine fatale Fehleinschätzung Kimbas Gesundheitszustandes ihrer Therapie zu Grunde legte, weil sie weder mich noch Kimbas Krankengeschichte ernst nahm, zog ich auch unter dieses Kapitel einen Schlussstrich und behandelte meine Maus selber.
Ich ging dabei ganzheitlich vor und wählte danach eine homöopathische Behandlung aus. Kimbas Symptome ließen deutlich nach, es ging ihr besser, doch für mich nicht genug.

Eine erneute Futterumstellung sollte meine Behandlung zusätzlich unterstützen, dazu ließ ich einen umfassenden Allergietest machen. (Ich weiß, dass ein Futtermitteltest unzuverlässig ist, hatte aber vieles im Verdacht und deshalb gemieden.)

Befund:
-Milbenallergie
-Hausstaubmilbenallergie
-Rind
-Schwein
-Soja
-Milch
-Ei
-Salzwasserfisch

Trotz des Wissens, dass dieser Test keine wirkliche Sicherheit bringt, mied ich nun zu den übrigen Dingen, die ich schon vorher weggelassen hatte, Rind und Ei. Ich hatte sie weiter gefüttert, weil sie nach diesen Lebensmitteln keinen breiigen, schleimigen Kot bekam und deshalb sah ich keinen unmittelbaren Zusammenhang.
Ihre Ernährungsgeschichte durchlief einige Wechsel- hatte ich sie als Welpe/ Junghund mit frisch gekochtem Futter versorgt, bekam sie trotzdem für ein paar Monate ein Trockenfutter, weil sie ihr frisches Futter nicht mehr gut vertrug und unzureichend verdaute. Das Trockenfutter half ihr damals über einen kurzen Zeitraum, danach gab es ab und an ein hochwertiges Dosenfutter und Selbstgekochtes. Leider immer wieder mit dem Ergebnis, dass sie breiigen schleimigen Kot absetzte.
Ich unternahm also eine erneute Umstellung, sie bekam wieder frisches Futter, allerdings roh (bis auf den Getreideanteil, der gekocht wurde). Ich erstellte eine Diät, die ausgerichtet war auf Herz-, Pankreatitis- und Leberprobleme. Ich schloss alle Lebensmittel aus, die laut des Bluttests Allergien auslösen könnten.
Kimba fraß mit mehr Appetit, ihre Verdauung verbesserte sich. Paradoxerweise flammten ihre Probleme immer sofort wieder auf, wenn ich ihr Futter kochte. Sie verdaute rohes Futter entgegen allen Annahmen besser. Dabei wäre gekochtes Futter auf Grund ihrer Probleme normalerweise viel verdaulicher.
Innerhalb von 6 Wochen wurden das Kratzen, Pfoten kauen, Zwangsverhalten, Stress und die Darmprobleme weniger, ihre Fellstruktur verbesserte sich und wurde weicher. Nun war auch ein leichter Glanz in ihren Augen zu sehen.

Sie bekam immer mal wieder Heilkräuter für ihre Leber und zur Stärkung ihres Immunsystems. Parallel dazu wurde sie von mir homöopathisch weiter behandelt.
Mit 4,5 Jahren veranlasste ich eine Schilddrüsenkontrolle, da ich den Verdacht hatte, dass sie mittlerweile überdosiert war. Der Bluttest zeigte leicht erhöhte Werte. So reduzierte ich nach und nach ihr Thyroxin herunter auf 2 x 300µg.

Kimbi hatte Höhen und Tiefen, war immer noch sehr stressanfällig, allerdings zeigte sie kein Zwangsverhalten mehr (Pfoten kauen nur noch in extremen Stresssituationen) und ihr Magen- und Darmtrakt hatte sich sehr verbessert, bis auf seltenen schwärzlichen Stuhl (kein Blutstuhl). Die Augen wurden leider wieder leicht trüb.

Alles in allem noch immer nicht optimal, also entschied ich mich, eine neue Tierheilpraktikerin zu suchen, die eine Bioresonanzuntersuchung vornehmen und mich in ihre Behandlung mit einbeziehen sollte.
Die Heilpraktikerin besuchte uns zu Hause und testete Kimbi über eine Bioresonanzanalyse.
Wir testeten noch einmal alle Lebensmittel.

Befund:
Allergien/ Unverträglichkeiten auf-
Rind, Schwein, Eiklar (Eigelb wird vertragen), Milch, Soja, Salzwasserfisch, einige Gemüsesorten, einige Salatsorten, Erdbeeren, Honig, einige Gräser und Milben.

Es war für mich ein voller Erfolg, da die Ergebnisse durch den vorherigen Bluttest und meiner Beobachtung bestätigt wurden. Ich konnte der „BRA“ und der Tierheilpraktikerin also etwas vertrauen.
Als erste Konsequenz schloss ich nun auch alle übrigen, positiv getesteten Lebensmittel aus der Fütterung aus. Wir stellten fest, dass sie auf Bioprodukte aus dem Obst- und Gemüsebereich weit weniger reagierte.
Negative Reaktionen hatte sie zudem auf sehr viele Zusatzstoffe, Konservierungsstoffe, Medikamente und bestimmte Kräuter.
Die konsequente Umsetzung dieser Erkenntnisse in der Zusammensetzung ihres Futters brachten erneut viele kleine Fortschritte.

Die „BRA“ hatte aber noch einige Dinge zum Vorschein gebracht:
Befund:
– Pankreatitis
– Leberentzündung
– Hypophysenschwäche
– Herzschwäche
– Schilddrüsenentzündung
– leichte Nierenprobleme
– Darmprobleme
– Impfblockade
– Nährstoffmangel (aufgrund ihrer gesundheitlichen Probleme)
Zink, Kupfer, Vitamin B
– Zu viel Eisen im Körper

Ihre über Jahre anhaltende Augenproblematik in Form von tränenden Augen ordnete sich als Entgiftungserscheinung ihrer Leber ein.
Meine Vermutungen bestätigten sich leider alle.
Nun suchten wir gemeinsam homöopathische Mittel aus, testen sie über die Bioresonanz in Bezug auf ihre Dosierung und Potenz.
Wir stärkten ihre Leber, bauten ihre Darmflora auf, ebenso wie ihr Immunsystem und ihre Organe. Wir fütterten einen Vitamin B Komplex, Heilkräuter und Zeolith zu. Ebenso gab es etwas gegen die Impfblockade.

Jedes neue Mittel, welches ich in der folgenden Zeit für Kimbi wählte – ob Essen, homöopathische Mittel oder Heilkräuter, lies ich nun vorher austesten.

Zur Kontrolle ließ ich ein paar Monate später ein geriatrisches Profil anlegen, inklusive Schilddrüsen- und Pankreaswerten. Zwischendurch hatten wir immer mal wieder schleimigen, breiigen Kot, allerdings sehr viel seltener.
Die „BRA“ hatte eine Pankreatitis ergeben und siehe da – diesmal in einer akuten Phase – bestätigte der Bluttest mit seinem auffälligen TLI Wert diese Diagnose.
Die Schilddrüsenwerte waren wieder extrem angestiegen, der T4 Wert lag bei 4,6, also schlichen wir Thyroxin weiter aus, auf morgens 250µ und 200µ abends.
Wir behandelten Bauchspeicheldrüse und Hypophyse homöopathisch mit gutem Erfolg, der sich über eine verbesserte Verdauung und Verhalten zeigte.

Trotz dieser Verbesserung schied sie nach kurzer Zeit wieder Schleim aus, sowie schwarzen Kot, somit wurde auf Parasiten untersucht. Kimbi quälten Spulwürmer und ein Leberegel. Sie wurde chemisch entwurmt, danach entgiftet und ihre Darmflora gezielt aufgebaut. Parallel lief eine Magnetfeldtherapie. Sie hatte sechs Sitzungen mit vollem Erfolg. Das erste Mal in ihrem Leben hatte sie kaum Augentränen, manchmal sogar gar nicht und ihre Augen fingen wieder an zu funkeln.

Ihre doppelte Wimpernreihe (Distichien) wuchs seit Jahren immer wieder nach. Ich machte mit ihr ein „Medical Training“, über das sie das Zupfen tolerieren lernte. So konnte ich ihr die einzelnen störenden Wimpern zwei bis drei Mal pro Jahr mit der Pinzette selbst ziehen.

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Kimba kurz vor dem 5. Geburtstag – 2008

Mai 2008- eine routinemäßige Kontrolle von Kimbas Herzen stand an. Ihre Trikuspidalklappe hatte sich nicht verschlechtert, allerdings gesellte sich nun eine Mitralklappeninsuffizienz zu ihrer Herzproblematik. Medikamentöse Behandlung war zu diesem Zeitpunkt noch nicht indiziert, also bekam sie weiterhin L-Carnitin und Crategus Logoplex.

Wir kontrollierten zudem die Schilddrüsenwerte, legten ein geriatrisches Profil an und testeten ihre Nährstoffwerte. Ihre Ergebnisse waren äußerst widersprüchlich und passten aus meiner Sicht einfach nicht zusammen. Mein Verdacht war ein Fehler im Labor oder bei der Blutabnahme.

Der Tierarzt schob ihrer Ernährung den schwarzen Peter zu, er hielt „BARF“ für höchst ungesund. Diese Aussage disqualifizierte ihn für die weitere Behandlung in diesem Bereich.

Ich suchte einen Tag später einen anderen Veterinär auf, mit demselben Auftrag- es wurden exakt dieselben Werte genommen und in dasselbe Labor versandt- überraschenderweise mit komplett anderen Ergebnissen.

Befund:
– Eisenwert stark erhöht 327 (Referenzwert 80 – 230), mit stetigem Anstieg
– T4 3,3 (Referenzwert 1,5 – 4,5)
– fT4 1,5 (Referenzwert 0,6 – 3,7)
– Selen 160

Als Konsequenz aus den vorliegenden Werten ließ ich soweit als möglich eisenhaltige Lebensmittel aus ihrer Ernährung wegfallen, parallel dazu bekam sie von mir ein homöopathisches Mittel zur Regulierung ihres Eisenwertes, fakt war ihre Leber arbeitet nicht vernünftig, trotz guter Blutwerte. Außerdem bekam sie eine Selentherapie zur Unterstützung.
Die Kontrolle ihres Eisenwerts erfolgte nach zwei Monaten und erbrachte einen Wert von 330.

Laut Bioresonanzanalyse hatte sie ein Problem mit zu viel Eisen und der Leber, was somit nicht am Futter liegen konnte.

Es verstrichen weitere zwei Monate, bis ich den Eisenwert nachkontrollierte, mit einem Wert von 315. Der Wert sank also. Da der T4 Wert (3,7) auch zu hoch war, schlich ich weiter Thyroxin aus. Der Selenwert war 270, die restlichen Nährstoffwerte waren gut.
Zu dieser Zeit hörte mein Tierheilpraktiker aus gesundheitlichen Gründen auf zu arbeiten. Ich suchte mir also eine neue Tierheilpraktikerin, die ebenfalls mit Bioresonanzanalytik arbeitete. Ihre Testergebnisse waren exakt die gleichen wie die meiner vorherigen Tierheilpraktikerin, ich hatte sie absichtlich im Unklaren gelassen und kaum Informationen über Kimbi preisgegeben.

Ihre Ergebnisse stimmten also, ihre Behandlungsvorschläge leider nicht, trotz aller Erklärungen meinerseits bestand sie auf gekochtem Essen und einigen Mitteln, die meine Maus definitiv nicht vertrug. Den erhöhten Eisenwert konnte sie sich auch nicht erklären- unsere Wege trennten sich somit auch wieder.

Kimbi bekam gegen ihre Geräuschempfindlichkeit und Unsicherheit ein homöopathisches Mittel und Zeolith. Es ging ihr sichtlich besser, was sich an ihrem Verhalten abzeichnete. Sie war insgesamt verspielter, lebensfroher, munterer, schlief öfter entspannt durch und ihre Augen bekamen wieder Glanz.

Leider hatten wir auch immer wieder Rückschläge, ein paar Monate später zeigten sich wieder tränende Augen, morgens hatte sie schwarz- weißen Schleim im Auge, ätzende Flüssigkeit und manchmal kratzte sie ihre Augen an ihrem Korb.

Ansonsten war sie sehr viel fitter, geräuschempfindlich und ihre Verdauung erholte sich auch, sie löste sich zweimal am Tag, ihre Ohren waren immer mal wieder verdreckt, leicht entzündet und ihre Ohrenränder trockneten aus, aber wir waren auf dem richtigen Weg.

Sie bekam immer weniger Thyroxin (morgens 250µ/ abends 150µ) und das bei besserem Gesundheitszustand und Verhalten. Zusätzlich bekam sie L-Carnithin/ Crategus, Zeolith und Selen.

Ihre Ohrenentzündungen gehörten irgendwann der Vergangenheit an, leider bildete sich trotzdem immer mal wieder eine wenig unangenehmer Schmalz und Dreck im Ohr.

Immer wenn dieses Phänomen auftrat, wurde sie zeitgleich viel geräuschempfindlicher. Ich besorgte mir einen Ohrenspiegel, kontrollierte die Ohren regelmäßig und reinigte sie alle zwei- bis drei Monate nach Bedarf gründlich. Es ersparte ihr den Stress eines Tierarztbesuches.

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Kimba ab 5,5 Jahre 2009

Es ging ihr insgesamt zwar besser, aber ihre Probleme flammten zwischendurch immer wieder auf, sie war stressempfindlich und manchmal einfach schlapp und müde. Ich machte mich also erneut auf die Suche nach einer neuen Tierheilpraktikerin, die mit Bioresonanzanalyse arbeitete.

Thyroxingaben zu steigern war keine Alternative, da sie sofort Anzeichen von Überdosierungen zeigte. Ihr immer noch erhöhter Eisenwert beunruhigte mich, ich suchte nach ihrer NTI- es muss mit ihrer Leber zusammen hängen. Seit einem Jahr stieg ihr Eisenwert permanent an- zu diesem Zeitpunkt lag er bei 349.

Ich telefonierte mit drei großen Veterinärkliniken in Deutschland, fragte Tierärzte, Heilpraktiker und Biologen, doch niemand konnte sich dieses Phänomen erklären. Irgendeinen Grund musste es aber geben.

Ich recherchierte intensiv über die Erkrankung Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit), da es aber keine Referenzwerte für Ferritin beim Hund gab, waren Tests nicht möglich. Dieses Krankenbild gab es bei Hunden offensichtlich nicht.

Meine Vermutungen und Nachforschungen gingen in eine andere Richtung, da ich einen Zusammenhang mit ihrer Leber sah.

Ihre Thyroxinwerte einzustellen stellte sich als schwierig heraus, ich fuhr leicht hoch und musste es sofort wieder herausschleichen. Es gab nie einen Ruhepunkt, auch diese Problematik schob ich auf ihre Leber.

Die nächtliche Unruhe kam und ging, ich versuchte es ebenso mit einer dreimaligen Thyroxingabe, die aber nicht viel brachte.

Ihre Blutwerte sprachen nie für Leberprobleme (sie bewegten sich immer im mittigen Bereich), ihre Symptome schon, sie hatte Schübe von Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Müdigkeit und Appetitlosigkeit. Ihre Symptome wurden zwar seltener, aber es gab sie. Sie war geräuschempfindlich, ängstlich und extrem berührungsempfindlich. Die Symptome traten immer dann in den Vordergrund, wenn das Thyroxin und der Eisenwert stiegen. Es begann eine Zeit, in der sie durchgehend unsicher, stressempfindlich und schlapp war, ihre Augen waren matt und ohne Glanz.

Mit einer neuen Tierheilpraktikerin, die gleichzeitig auch Tierärztin war, suchte ich erneut über Bioresonanzanalyse nach den Ursachen.

Befund:
– Hypophysenprobleme
– Bauchspeicheldrüse
– Schilddrüsenentzündung
– Leberentzündung
– Herz
– Nierenprobleme
– Eisenüberschuss

Ich fand die neue Tierheilpraktikerin sehr kompetent und ließ mich diesmal auf ihre Behandlungsvorschläge ein. Kimbi bekam eine Bioresonanztherapie und ein von ihr selbsterstelltes Komplexmittel.

Die Verbesserung kam wieder sehr schnell zum Vorschein. Kimbi zeigte sich verspielter, entspannter, lebhafter und weniger geräuschempfindlich, allerdings ab und an noch müde und wetterfühlig. Ihre wunderschönen Augen bekamen wieder Glanz.

Leider hielt dieser Effekt, wie jedes Mal, nur vorübergehend an. Höhen und Tiefen wechselten ständig, auffällig war, dass die Zeitintervalle dazwischen immer kürzer wurden- meine Maus wurde älter.

Ich suchte weiter, die Thyroxingaben musste ich weiterhin permanent anpassen, weil sie sowohl in Überdosierungen als auch in Unterdosierungszustände rutschte- diesen Umstand ordnete ich ihrer Leberschwäche zu.

In diesem Jahr hatte sie dreimal blutigen, übelriechenden, flüssigen Durchfall. In mir wuchs die Angst, dass sie an Parvovirose leiden könnte, ein Verdacht, der sich Gott sei Dank, nicht bestätigte. Letztlich hatte sie sich jeweils einen Virus eingefangen, der sich nach 3- 4 Tagen immer erledigt hatte.

Leider mit der Folge, dass er sie nachhaltig schwächte und bleibende Schäden hinterließ.

Beim Termin zur Herzkontrolle machten wir zum Herzultraschall auch noch einen Bauchultraschall, da der letzte Ultraschall nun schon Jahre zurück lag.

Das Ergebnis war, dass der Bauchraum, Niere, Milz, Nebenniere, Magen, Darm und sämtliche Organe ohne Befund waren. Einzig die Leber war komplett verwachsen und vernarbt, leider durchzogen bis in alle Leberlappen – Kimbi hatte eine Leberfibrose. Der Tierarzt diagnostizierte, dass Kimbi als Junghund eine Hepatitis durchgemacht haben muss. Diese Meinung teilten auch die drei großen Kliniken, sowie alle drei Tierheilpraktiker.

Um der Hepatitis und dem erhöhten Eisenwert auf den Grund zu gehen, hätte man eine Biopsie veranlassen müssen. Wir entschieden uns gegen diese Untersuchung, da die Gewissheit für die Behandlung keinen Unterschied gemacht hätte. Kimbi hatte im Laufe der ersten zwei Lebensjahre vier Narkosen durchmachen müssen (Augenoperation, Magenspiegelung, Kastration, Gelenksoperation). Sie vertrug die Narkosen jedes Mal ein bisschen schlechter, sie erholte sich jeweils nur sehr langsam, stand sehr spät wieder auf und war abgeschlagen über mehrere Tage. Allein deshalb und wegen der Leberproblematik entschied ich mich dagegen.

Überhaupt reagierte sie mittlerweile auf die meisten Medikamente, Konservierungsstoffe und Hilfsstoffe, direkt nach der Einnahme. Sie verstoffwechselte diese Mittel nicht wirklich gut.

Ich gab ihr eine Mariendistelkur und ein homöopathisches Mittel zur Unterstützung, ihre Augen glänzten wieder ein wenig und ihr Verhalten besserte sich. Bei den kleinsten Anzeichen von Verschlechterung behandelte ich nun so. Ich behandelte  sie nun meist nur noch alleine und zog TÄ/THP nur für die Diagnostik hinzu wie Blutabnahme, Röntgen, US usw.

Ihre Thyroxinmedikamentation schwankte in diesem Jahr unglaublich, sie bekam Gaben zwischen der Dosierung 100 µ morgens / 50 µ abends so wie 250µ morgens / 150µ abends.

Im Winter 2009 verletzte sich Kimbi sehr stark- sie trat beim Sprint in ein Loch und überschlug sich. Danach konnte sie weder liegen, laufen oder stehen. Sie stand, wenn überhaupt, nur noch auf drei Beinen und schrie vor Schmerzen. Es bestand der Verdacht auf einen Bizepssehnenanriss in der rechten Schulter.

Ich behandelte sie homöopathisch gegen Sehnenverletzung und gegen ihre Schmerzen bekam sie Heilkräuter, ihre Schmerzmittelunverträglichkeit, ließ keine andere Lösung zu.

Innerhalb von zwei, drei Tagen konnte Kimba wieder auftreten, natürlich wurde sie sehr geschont und wir gingen nur sehr kleine Runden spazieren.

Zur Vorsicht ließ ich sie noch einmal röntgen, die Diagnose war eine Bizepssehnenverletzung und eine Bizepssehnenscheidenentzündung. Die verordneten Medikamente vertrug sie nicht und ich setzte sie deshalb sofort wieder ab. Wir setzten auf Homöopathie. Kimbi erholte sich jeden Tag ein bisschen mehr. Die Spaziergänge wurden sehr langsam wieder ausgebaut und nach sechs Monaten war sie beschwerdefrei und fit.

Kimbi zeigte über vier Jahre, je nach körperlicher Verfassung, immer wieder psychische Probleme in Form von Verhaltensaufälligkeiten- dies drückte sich über stark aggressivem Verhalten gegenüber Artgenossen und ängstlichem Verhalten gegenüber Menschen aus. Hatte sie keine gesundheitlichen Probleme, verschwanden auch ihre Verhaltensaufälligkeiten.

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Kimba ab 6 Jahre 2009 /2010

Ich führe seit Kimbis Einzug in unsere Lebensgemeinschaft regelmäßig Tagebuch, daher fiel mir bald auf, dass bei jeder Steigerung ihrer Thyroxindosis auch ihr Eisenwert anstieg. Ich zermarterte mir das Hirn, warum ich ihren Thyroxinwert immer wieder erneut anpassen musste. Ich machte ihre chronische Hepatitis als Ursache dafür fest. Bei jeder Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes flammte ihre Hepatitis wieder auf und ich musste die Dosis steigern, da der Körper mehr Thyroxin benötigte.

Ich fand damals heraus, dass es aufgrund einer chronischen Hepatitis zu einer krankhaften Einlagerung von Eisen kommen kann. Diese Einlagerung führt zu Vergiftungen und auf Dauer zur Leberzirrhose. Um diesen Schäden vorzubeugen, achtete ich noch intensiver auf Anzeichen einer Verschlechterung, damit ich rechtzeitig mit der Gabe von Mariendistel und Ruhephasen gegensteuern konnte. Den Eisenüberschuss kann man nicht medikamentös regulieren, höchstens über einen regelmäßigen Aderlass, diesen wollte ich Kimbi nicht zumuten. Kimbi geht 3- bis 4-mal jährlich zur Blutkontrolle, also lies ich mehr Blut abnehmen als nötig, ähnlich wie bei einem „Mini“- Aderlass.

Einmal aufgenommenes Eisen kann leider bei Nichtgebrauch vom Körper nicht wieder ausgeschieden werden.

Bei Kotveränderungen, vermehrt tränenden Augen und Durchschlaf- schwierigkeiten, weiß ich, dass ich besonders wachsam sein muss.

Ihre Krankheitsgeschichte sowie ihr Verhalten ließ mich vermuten, dass sie einen Vitamin B6 Mangel haben könnte. Da sie u.a. immer wieder ängstlich und geräuschempfindlich war, welches zwar mit ihrer Hepatitis zusammen hängen könnte aber nicht musste, wollte ich u.a. anderem das Vitamin B6 abklären.

Ein extremer und langanhaltender Vitamin B6 Mangel würde ebenfalls das Serumeisen im Blut erhöhen. Ich fragte mich ob es KPU bei Hunden gäbe? Da B6 u.a  auch für den Proteinstoffwechsel zuständig ist, würde es passen.

Der B6 Mangel konnte nicht nahrungsbedingt erklärt werden, da sie genügend Vitamin B6 über die Nahrung bekam. Ihre Symptome sprachen alle für einen B6 Mangel, ich ließ den Wert über Blut und Bioresonanzanalyse testen, beide Tests kamen zu dem gleichen Ergebnis.

Beide attestierten Kimba einen B6 Mangel, die Bioresonanzanalyse legte zusätzlich einen Gendefekt zu Grunde. Das Blutbild zeigte einen Wert von unter 23 (Referenzwert 40- 270), ein kranker Hund kann zudem die dreifache Menge an B-Vitaminen benötigen.

Wenn sie nun durch die Nahrung genug B6 bekam, lag der Verdacht nahe, dass sie es einfach nicht verstoffwechseln konnte. Um den Wert anzuheben blieb also nur die Möglichkeit über Tabletten oder Spritzen zu substituieren.

Die Entscheidung fiel auf Tablettengaben, zumindest wäre es ein Versuch und einfacher.

Nach zwei Monaten testete ich erneut, diesmal alle B-Vitamine und ein paar andere Werte, um zu schauen, wie sie stehen. Kimbi hatte eine leichte Thrombozytopenie, ihre Folsäurewerte waren grenzwertig, beides könnte ursächlich mit ihrer Hepatitis zusammen hängen. Bis auf den B1 Wert, der mangelhaft war, waren alle anderen Vitamine in Ordnung. Außerdem hatte sie einen Kupfermangel. Der Kupfermangel, der schon länger bestand, lag an ihrer Hepatitis. Obwohl ich substituierte, war der Wert noch immer zu niedrig. Der Kupferwert fällt und steigt mit dem Eisenwert, weil sie sich gegenseitig beeinflussen. Zu hoch konnte ich wegen ihrer Hepatitis auch nicht substituieren. Immerhin konnte der Kupfermangel mit einer Kupfereinlagerung in der Leberzutun haben.

Kimbi bekam zu ihrem frischen Futter eine weitere Mischung aus Zink, etwas Kupfer (versuchsweise), B1, B6 und Folsäure. Zur Unterstützung ihres Herzens bekam sie schon seit längerem ein natürliches Vitamin E Öl.

Der Thrombozytenwert stieg fast wieder in den Normbereich, ebenso wie Folsäure, B6 und der B1 Wert. Der Eisenwert sank ebenso und ihre Leber war ruhig.

Es ging ihr augenscheinlich besser, sie war fitter und ausgeglichener. Ich war gespannt, wie lange dies wohl andauern würde.

Gegen ihre nächtlichen Probleme wie Unruhe und Schmatzen, gab ich ihr Gerstengras. Natürlich linderte ich damit lediglich ihre Symptome, aber ihre chronische Hepatitis ließ sich nicht rückgängig machen und mein Ziel war es ihre Leiden soweit als möglich auszublenden. Zur Stärkung ihres Immunsystems und Regulierung ihres Magen- Darm Trakts gab ich ihr seit längerem Katzenkralle. Ihr Kot sah seitdem gut aus, wenn auch ab und an mit verschiedenen Farben innerhalb einer Losung.

Im Frühjahr 2010 knickte sie erneut um und lahmte in der Folge wieder. Ich entschloss mich eine Osteopathin aufzusuchen und eine Thermografie machen zu lassen. Ihre Bizepssehne war leicht entzündet und das rechte Karpalgelenk komplett entzündet und heiß.

Sie wurde osteopathisch behandelt und bekam zur Auflockerung des Gewebes eine Matrix Rhythmustherapie. Ich unterstützte sie über ein paar TCM- Kräuter, die sie von der Physiotherapeutin bekam und von mir homöopathische Mittel. Ihre Spaziergangseinheiten steigerten wir langsam, im Sommer war Kimbi endlich wieder fit.

Ihre Bizepssehne und ihr Karpalgelenk unterzogen wir zwei Blutegelsitzungen, bei denen jeweils ein bis zwei Egel angelegt wurden. Dies geschah aus Rücksichtnahme auf ihre Organprobleme, die eine besondere Vorsicht verlangten. Über die Blutegel und deren Mahlzeiten wurde als Nebeneffekt natürlich auch ein wenig von ihrer Eisenüberlagerung im Blut abgebaut.

Drei Wochen später wiederholten wir die Thermografie zur Kontrolle der Entzündungen, sie hatten sich sowohl in der Schulter als auch im Karpalgelenk sehr gut zurück gebildet.

Im Karpalgelenk ist noch eine leichte Erwärmung zu sehen, aber diese wird sich erfreulicherweise noch komplett zurück ziehen. Nun da sie beschwerdefrei war, konnten wir unsere Spaziergänge wieder steigern.

Nur sechs Wochen nach Behandlung ging es meiner Maus wieder gut, sie spielte, schlief entspannt und ihre Verdauung klappte ohne Auffälligkeiten. In diesem Jahr war sie in einem erstaunlich guten Allgemeinzustand, sehr aufmerksam und fast ohne Geräuschempfindlich- bzw. Ängstlichkeit.

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Kimba kurz vor dem 7. Geburtstag – 2010

Wir konnten unser Glück nicht lange genießen, im Juli 2010 geschah das nächste Unglück- Kimba wurde angegriffen und verletzt. Ein freilaufender Galgomix sprintete in gerader Linie mit eindeutig nach vorne gerichteter Körpersprache auf meine Maus zu.

Ich schickte Kimbi hinter mich, mein Versuch ihn auszubremsen scheiterte. Er packte sie am Hals und versuchte sie zu schütteln, er riss an ihr herum und sie schrie in Schmerz und Panik.

Ich konnte ihn vertreiben, er lies von ihr ab und verschwand. Angelockt durch das Schreien, stürzte ein zweiter Hund auf uns zu, den ich aber rechtzeitig stoppen konnte. Für Kimbi war das zu viel, sie lief panisch fort, um unter einigen Büschen etwas Schutz zu suchen. Ich rannte zu ihr, als sie mich sah, kam sie zitternd auf mich zu.

Ich versuchte sie zu beruhigen und mir einen Überblick über ihre Verletzung zu verschaffen, sie hatte eine tiefe Wunde im rechten Halsbereich in Richtung Schulter, sie blutete und zitterte. Ich begann mit der Erstversorgung vor Ort, indem ich ihr Rescueglobulis und ein homöopathisches Mittel verabreichte.

Ich trug sie den Kilometer bis zu unserem Auto auf dem Arm, dort konnte sie sogar ein paar Schritte laufen und sich lösen. Wir machten uns auf den Weg in die Tierklinik, die ich von unterwegs informierte.

Natürlich stresste sie die Kliniksituation, sie zitterte sehr stark und wollte erneut von mir auf den Arm genommen werden. Die Wunde war sehr tief, großflächig und verschmutzt. Sie bekam, nachdem alles gereinigt wurde, ein Antibiotikum direkt in die Wunde, die zugeklammert wurde. Wir hatten die Hoffnung, dass sie die Antibiose trotz ihrer Leberprobleme vertragen würde.

Sie hatte trotz des Ausmaßes an Verletzungen noch Glück im Unglück, wäre die Verletzung nur zwei Zentimeter weiter oben gewesen, wäre ihre Hauptschlagader zerfetzt worden und sie nicht mehr zu retten gewesen. So bezahlte sie die Beißerei mit einer schweren Muskelverletzung.

Ich legte sie ins Auto, gab ihr alle 15 min Rescueglobulis und wartete noch vor der Klinik, ob ihr Kreislauf stabil bleiben würde. Ich suchte sie nun noch einmal in Ruhe ab und fand eine zweite Wunde am rechten Bein in Höhe des Ellenbogens. Die Tierklinik versorgte auch diese Wunde, die aber glücklicherweise nicht auch geklammert werden musste.

In den nächsten Tagen lahmte Kimba mit der rechten Vorderhand und aus dem Nackenbereich.

Die Wundheilung verlief gut, ohne Flüssigkeit oder Eiterbildung. Nach zehn Tagen konnten die Klammern entfernt werden, was ich, um ihr Stress zu ersparen, zu Hause selber tat.

Die Lahmheit besserte sich indes nicht, also ließ ich sie erneut über Bioresonanzanalyse testen. Das Ergebnis zeigte Bindegewebs- und Muskelrisse im gesamten Hals- und Schulterbereich, einiges an Hämatomen, Gewebsrissen und eine bakterielle Infektion.

Um besser sehen zu können, rasierte ich ihr den kompletten Hals. Dort fand ich den Gegenbiss, der sich deutlich als blaurote Stelle und Hämatom darstellte. Sie hatte Prellungen und eine geschwollene Verhärtung, die sich von einer Wunde zur anderen spannte, unter der Haut lag und tief nach innen verlief.

Sie brauchte ein neues Geschirr das den Hals schützte und eine gleichmäßig breite, waagerechte Auflage haben sollte. Ich entschied mich für ein Geschirr von Hunter, das „Ranger“, das sehr weich mit Fleece abgepolstert war und die gesamte Halsregion abdeckte.

Wir kontrollierten Schulter, Hals, Nacken, Beine und Gelenke noch einmal mittels Thermografie bei ihrer Osteopathin, mit dem Ergebnis, dass sich das Karpalgelenk wieder entzündet hatte. Ihre Bizepssehne war weder gerissen noch angerissen, dafür war ihr Nacken extrem verspannt und Halsmuskeln- und Gewebe sehr verhärtet und der Hals sehr heiß. Das hatte ich sogar mit der bloßen Hand gefühlt und wurde nun in meiner Vermutung leider bestätigt.

Die Osteopathin nahm an, dass Kimbis Lahmheit ihren Ursprung in der Wunde und den Verspannungen im Halswirbelbereich hätte und von dort aus bis in ihr Karpalgelenk strahlen würde. Die rechte Seite über dem Biss zeigte eine um fünf Grad Celsius höhere Wärmeabstrahlung als die linke Seite, frontal maß sie einen Unterschied von zwei Grad Celsius. Ein Unterschied von fünf Grad war extrem hoch und verhieß nichts Gutes. Es fühlt sich von außen auch extrem warm an. Sie strahlte die Wärme richtig ab.

Also begann das Spiel von absoluter Ruhe und vielen Minispaziergängen über den Tag verteilt aufs Neue. Ich konzentrierte mich auf die nicht verheilte Wunde, sie musste langsam und gründlich ausheilen, die Entzündungsherde mit der einhergehenden Hitze mussten verschwinden und erst dann würden wir uns ihrem Bein zuwenden.

Sie bekam wieder eine Matrix- Rhythmus-Therapie welche Wirkung zeigte, sie konnte sich dabei sogar hinlegen und die Augen schließen.

Wir unterstützten sie wieder über TCM- Kräuter gegen Entzündungen, zur Stärkung von Muskulatur, Sehnen und Bändern.

Rund vier Wochen nach dem Beißunfall ging es aufwärts, sie lahmte mal mehr mal weniger, ihr Hals war noch etwas gespannt und verdickt, aber sie war munter und aufmerksam. Die Schwellung unter der Haut hatte immer noch die Größe eines ein Eurostücks, aber man erkannte deutliche Fortschritte.

Acht Wochen nach dem Biss war Kimba wieder einigermaßen fit und ganz gut dabei. Sie hatte immer noch Verklebungen im Narbengewebe am Hals, das in der Folge zu Verspannungen im Halswirbelbereich führte und sich in ihrer Lahmheit zeigte. Sie wurde weiter mit Physiotherapie und Matrix- Rhythmus-Therapie behandelt.

Parallel begann ich ihre Psyche zu stabilisieren. Ich musste den Kontakt zu anderen Hunden wieder trainieren, insbesondere dort, wo der Angriff passiert war. Ich ging damals direkt am nächsten Tag für fünf Minuten dort spazieren, tagsüber machte ihr das zum Glück nichts aus.

Die Angst kam abends, da ich dort manchmal arbeiten muss, hatte ich ein Problem.

Ich konnte selbst im Auto nicht mit ihr dorthin fahren, sobald wir in Richtung Parkplatz fuhren, begann sie zu zittern und wurde sehr unruhig.

Bei Begegnungen mit großen Hunden tagsüber lief sie einen riesigen Bogen oder rannte zum Wagen zurück. Dieses Problem lösten wir aber über unser Markertraining schnell wieder auf.

Sie erholte sich, physisch wie psychisch. Eine gewisse Lahmheit blieb zurück und zeigte sich in der rechten Vorderhand und aus dem Nackenbereich heraus.

Da die Zeit für sie extrem belastend war, ließ ich zur Sicherheit eine Herz- und Blutkontrolle machen, wir machten ein geriatrisches Profil und ließen auf Borreliose, Eisen und Vitamin B6 testen.

Der Eisenüberschuss im Blut hatte sich verschlimmert, der Schilddrüsenwert schwankte und das geriatrische Profil zeigte bis auf eine leichte Thrombozytopenie keine weiteren Befunde. Ihr Herz war unverändert und ihr Vitamin B6 Wert in Ordnung.

Hatte ich das Thyroxin in der Zeit nach dem Biss angehoben, so schlich ich es nun wieder aus. Ihre Leber stärkte ich über die bewährte Mariendistel.

Seit dem Beißunfall litt Kimbi leider auch wieder an Durchschlafproblemen.

Kimbi hatte noch immer Last mit tränenden Augen, glücklicherweise nicht mehr so arg wie früher.

Ihre Thyroxingabe lag nun zwischen 200 und 300 µg pro Tag, die Schwankungen hingen mit ihrem Allgemeinbefinden und ihren Leberproblemen zusammen.

Ihre Eisenwerte erholten sich minimal, waren aber immer noch viel zu hoch und gesundheitsgefährdend.

Ihre Verdauung lag im Normbereich, sie hatte etwa zwei bis dreimal pro Jahr Durchfall, wie jeder andere Hund auch.

Die Stressanfälligkeit hatte sich nicht wirklich verbessert und manchmal trat auch ihre nächtliche Unruhe wieder auf. Sie war etwas berührungsempfindlich, zog sich immer wieder zurück oder suchte meine Nähe, ohne aber angefasst werden zu wollen.

Wir trainierten ständig an diesen Problematiken, bei ihrer Empfindlichkeit in Bezug auf Geräusche zeigten sich gute Erfolge. Hatte sie früher der Knall eines oder mehrerer Schüsse in Panik und Fluchtverhalten in Richtung Auto versetzt, konnte sie nun weitergehen und den Spaziergang fort führen.

Silvester war natürlich weiterhin der größte anzunehmende Super-Gau, neben vielen anderen Effekten speichelte und zitterte sie, Nase und Augen tränten vermehrt, sie hatte Herzrasen und zeigte Panik- und Fluchtreaktionen. Natürlich probierte ich viele Hilfsmittel aus, wie z.B. das „Thundershirt“.

Wir testeten es natürlich vor Silvester. Ihre Berührungsempfindlichkeit machte uns leider einen Strich durch die Rechnung. Sie mochte es weder anziehen, noch sich damit bewegen, geschweige denn damit entspannt liegen.

Wir versuchten Silvester zu überstehen mit Rescueglobulis alle halbe Stunde, ihrem konditionierten Entspannungstuch mit einem ätherischem Öl, Watte als Ohrstöpsel und mit zugehaltenen Ohren unter der Bettdecke. Die Tage vor und direkt nach Silvester waren die Hölle für sie, wir fielen in unserem Training weit zurück.

Einer ihrer Backenzähne (P4/ oben rechts) wies einen Haarriss auf, noch nicht so dramatisch, dass er gezogen werden musste, aber mit beginnender Einfärbung und Zahnstein.

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Kimba mit 7,5 Jahren 2011

Kimbi ging es einigermaßen gut, sie lahmte manchmal aus dem Nacken- Schulterbereich heraus und hatte Schwierigkeiten beim Aufstehen. Hatten wir feuchtes, nasses Wetter, wurden meistens auch ihre Beschwerden augenfälliger. Die Röntgenaufnahmen zeigten jedoch keine Arthrosen oder sonstige Auffälligkeiten.

Ich veränderte noch einmal ihren Futterplan. Durch ihre Unverträglichkeiten konnte ich vieles nicht über Ernährung auffangen und musste diese Bausteine substituieren. Sie bekam von mir eine Futterzusammenstellung, die speziell herz- pankreas- und leberschonend war.

Zu ihrem Vitamin B Komplex, insbesondere B6, den sie ja schon lange zugefüttert bekam, gab ich ihr vermehrt ein natürliches Vitamin E Öl und ein Magnesium- und Zinkpräparat.

L- Carnithin und Crategus Logoplex für ihr Herz bekam sie durchgehend weiter, ebenso wie Katzenkralle, Gerstengras und Mariendistel (als Kuranwendung). Diese Gaben taten ihr sehr gut.

Leider verschlechterte sich der Zustand ihres lädierten Backenzahns derart, dass er gezogen werden musste. Ich entschied mich, die Narkose der Zahnoperation zu nutzen, um durch eine MRT Untersuchung Kimbis Lahmheit endlich auf den Grund zu gehen. Wohl war mir bei diesem Gedanken nicht, aber der Backenzahn konnte nur in Narkose gezogen werden.

Ich suchte sehr lange, bis ich eine Tierklinik im Norden fand, die ein MRT und gleichzeitig eine Zahntierärztin im Team hatte. Ich telefonierte etwa viermal mit der Tierärztin, die sehr hilfsbereit war und sich eingehend über Kimbi informierte. Sie nahm meine Einwände und Bedenken ernst und kam meinen Wünschen in Bezug auf das Narkosemittel entgegen. Ich musste so exakt planen, weil Kimba auf sehr viele Medikamente empfindlich und nachhaltig reagierte.

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Kimba kurz vor ihrem 8. Geburtstag – 2011

Im Sommer 2011 war es soweit, ich fuhr mit Kimbi zu ihrem Operationstermin. Leider kam alles anders, als es vorher geplant war, die Zahntierärztin war nicht da, der Tierarzt für das MRT fehlte krankheitsbedingt. Nachdem mir einfach ein fremder Tierarzt präsentiert wurde, überlegte ich mir, die Aktion abzublasen und die zwei Stunden trotz unverrichteter Dinge wieder nach Hause zu fahren.

Die Narkose wurde erneut besprochen und ich fühlte mich nicht mehr wirklich ernst genommen. Wir einigten uns auf eine Inhalationsnarkose mit den besprochenen Mitteln und über eine maximale Dauer von zweieinhalb Stunden.

Die Auswertung des MRT konnte später auch noch der Spezialist übernehmen, den Zahn musste nun allerdings eine Vertretung ziehen.

Ich wartete vor dem Operationsraum auf meine Maus. Nach fünfundvierzig Minuten kam die Tierärztin heraus, mit der Nachricht, dass es Kimba zwar gut ginge, aber…

Sie eröffnete mir, dass das MRT leider kaputt sei und sie es die ganze Zeit versucht hätten zu reparieren- mir blieb die Luft weg. Die Zeit drängte nun und sie bot mir an, ein CT zu erstellen und im Anschluss daran den Zahn zu ziehen. Es würde von der Zeit her kein Problem sein.

Ich machte mir Sorgen wegen der Zeit, denn bei der Narkose ist nicht nur das eigentliche Narkosemittel Kimbas Problem in Hinblick auf psychische und organische Folgeschäden, sondern auch die Länge der Narkose.

Ich wartete, nach drei Stunden überfiel mich eine große Unruhe; Angst krampfte meinen Körper zusammen. Niemand war da, den ich hätte ansprechen oder fragen können. In diesem Moment bekam Kimbi eine Infusion, kurz darauf eine weitere. Zwischendurch kam die Tierärztin zu mir, um mich zu beruhigen, Kimbi ginge es gut und sie sei monitorüberwacht, aber ich fühlte, dass etwas nicht in Ordnung war und machte mir Sorgen um die zu befürchtenden Langzeitschäden.

Sie hatten massive Probleme den Zahn zu entfernen, Kimba`s Narkose dauerte insgesamt viereinhalb Stunden. Meine Nerven lagen blank. So war es nicht abgesprochen.

Während der Aufwachphase lagen Kimbi und ich zusammen auf dem Boden, als sie mich anschaute, zog sich mein Herz zusammen. So hatte sie mich die letzten siebeneinhalb Jahre nicht angeschaut. Ihr Blick war hilflos und traurig, irgendetwas stimmte nicht, es ging ihr schlecht.

Warum hatte die Narkose so lange gedauert, ich machte mir bittere Vorwürfe. Ich schaute mir ihren Fang an und war entsetzt, am vorderen Schneidezahn war ein Stück abgebrochen, der Backenzahn konnte nicht einfach gezogen werden, sondern musste aufgeschnitten werden. Zurück blieb ein sehr großes Wundfeld, das genäht werden musste. Sie bekam eine weitere Infusion und hing lange am Tropf.

Der Tierarzt meinte, dass der abgebrochene Zahn wohl vorher schon gewesen wäre und sie dort nur den Zahnstein entfernt hätten. Kimbi hatte auf den Schneidezähnen keinen Zahnstein und abgebrochen war auch kein einziger Zahn vorher.

Sie bekam nochmals eine Infusion, da ihr Kreislauf schwächelte. Sie pinkelte und setzte unwillkürlich Kot ab, während sie dort lag. Nach weiteren 60 min konnte sie ihren Kopf endlich bewegen. Die Zunge hing immer noch schlapp aus dem Fang. Nach 90 min durfte ich, obwohl sie noch nicht fit war, fahren. Sie stand einmal kurz auf, brach wieder zusammen und schlief weiter. Wir trugen sie ins Auto.

Der Vorteil einer Inhalationsnarkose ist, dass man sehr schnell wieder auf die Beine kommt- normalerweise. Nicht meine Maus, sie brauchte sehr lange. Unterwegs machte ich eine Pause, damit sich Kimbi lösen konnte, der Tierarzt hatte extra darauf hingewiesen, dass sie sich dringend lösen müsste. Keine Chance- die Maus konnte weder richtig stehen, laufen noch sich lösen. Sie war bradycard.

Zu Hause angekommen, versuchten wir es erneut, aber ohne Erfolg, sie konnte sich immer noch nicht lösen. Abends konnte sie wieder ein paar Schritte laufen, lösen ging jedoch wieder nicht. Wir trafen ihren Lieblingsfreund, sie hockte sich hin und setzte ein paar Tropfen Urin ab, viel zu wenig, um ihre Blase zu leeren. Sie konnte einfach nicht pinkeln.

Nachts nahm sie einen halben Liter Wasser zu sich, war unruhig und hatte ein wenig Angst, weil es draußen sehr windig war. Auf Wind reagierte sie sonst nicht.

Alle zwei bis drei Stunden wollte sie vor die Tür, insgesamt waren wir bis zum frühen Morgen vier Mal draußen, ohne Erfolg. Früh morgens kam ein wenig Tropfen raus, aber nicht ausreichend. Vormittags konnte sie ein wenig Kot absetzen, aber wieder keinen Urin.

Ich gab ihr in der Nacht alle drei bis vier Stunden eine kleine Mahlzeit, denn aufgrund ihrer Pankreatitis und Hepatitis bekommt sie normalerweise über den Tag verteilt immer mal wieder Futter, nun hatte sie wegen ihrer Operation und Narkose über 24 Stunden keine Nahrung bekommen, das machte sie zusätzlich unruhig.

Die vielen kleinen Futterrationen taten ihr gut und beruhigten ein wenig.

Bei der Tierklinik bekam ich die Auskunft, dass ich mit Kimbi`s Problemen zu urinieren, noch einen Tag zu warten sollte und dann bei unveränderter Sachlage die Klinik oder einen niedergelassenen Kollegen aufsuchen sollte. Ich wollte weder noch einmal in diese Klinik, noch so lange warten.

Ich hatte Angst vor einer Blasenlähmung oder einem Nierenversagen, da sie ein paar Tropfen absetzen konnte, lag der Verdacht nahe, dass sie ein akutes Nierenproblem hatte. Sie verweigerte nun auch die Futtergaben, vermutlich weil sie Bauchweh hatte.

Ich rief am Vormittag meine Tierheilpraktikerin an, schilderte ihr den Sachverhalt und bat sie mir Mittel für Niere und Blase zu nennen bzw vorher auszutesten, mit denen ich Kimba helfen könnte.

Ich bestellte die Mittel in der Apotheke und gegen Mittag waren sie endlich da. Ich verabreichte sie meiner Maus und ein paar Stunden später konnte sie sich endlich lösen- gleich viermal.

Mir fiel ein riesiger Stein vom Herzen, es ging ihr besser. Abends nahm sie wieder Futter auf, wollte vor die Tür und löste sich dort gleich noch mal. Der Strahl war immer noch ohne Kraft, es lief einfach nur wie ein Rinnsal aus ihr heraus, aber immerhin, es lief.

Sie hatte Antibiotika und Schmerzmittel verabreicht bekommen und vertrug sie nicht, genau wie vermutet. Nach der Tablettengabe rannte sie bis zu zwei Stunden unruhig auf und ab, versuchte sich hinzulegen, um sofort wieder aufzustehen, jammerte leise vor sich hin- eine Reaktion, die ich schon von vielen Medikamenten kannte.

Ich setzte die Medikamente ab und stellte auf homöopathische Mittel um. Die Narkose schnell und effektiv auszuleiten, war nun oberste Priorität, dann die Leber über Mariendistel zu stärken und den Darm wieder aufzubauen.

Nach dem Essen wurde ihre OP-Wunde jedes Mal mit einer Spülung abgetupft und gespült, außerdem bekam sie kolloidales Silber. Es sah merkwürdig aus, weil sie die Lefzen von innen drübergezogen und festgenäht hatten.

Obwohl ich ihr keine Medikamente gab, verheilte die Wunde im Fang sehr schnell und gut. Es störte sie weder bei der Futteraufnahme noch sonst irgendwie.

Drei Tage nach ihrer Operation konnte sie sich wieder normal lösen, der Urinstrahl hatte ausreichend Druck und ihr Kotabsatz war normal.

Sie hatten ihr bei der Operation die beiden Vorderbeine so rasiert, dass sie völlig kahl waren. Kimba begann die Beine und die Einstichstellen der Kanülen zu belecken, bis sie rot und wund waren. Ich gab ihr eine Salbe auf das Bein und wickelte es mit einem lockeren Verband ein.

Die CT- Bilder hatten ergeben, dass Kimba ein Minifragment in der rechten Schulter hatte, das ihr laut Tierklinik keine Probleme bereiten dürfte, da es sehr klein sei.

In der nachfolgenden Zeit entwickelte Kimbi wieder Fressstörungen, sie war regelrecht angeekelt von ihrem Futter, sie näherte sich ihrem Napf, wich zurück, nahm dann einen Happen, um das Futter im nächsten Moment gierig hinunter zu schlingen.

Sie trank extrem viel, setzte dementsprechend viel Urin ab, also ließ ich wieder einmal ein geriatrisches Profil erstellen, um ihre Leber und Nierenwerte zu überwachen. Trotz der Narkose waren alle Werte gut und ohne Befund, das beruhigte mich.

Ihr Appetit kam auch nach einiger Zeit zurück, ich hatte den Eindruck, dass sie auf dem Weg der Besserung war.

Nach vier Wochen lösten sich die Fäden, die Wundheilung war perfekt- langsam kehrte endlich wieder Alltag bei uns ein.

Kimbis Fressstörungen kehrten zurück, begleitet von nächtlicher Unruhe. Sie war schnell gestresst und schlief viel. Sie entwickelte für mich unerklärliche, unspezifische Ängste, als hätte sie Hirnprobleme.

Ich hatte ihre Futtermenge herunter gefahren, da sie zunahm. Ich reduzierte das Futter um 75g Fleisch, 40g Gemüse und 10g Getreide, damit hielt sie ihr Gewicht. Woher die plötzliche Zunahme bei jahrelanger identischer Futtergabe kam, war mir rätselhaft. Vorher bekam sie 4% ihres Körpergewichts, nach der Reduzierung immer noch 3%, was völlig ausreichend war.

Die Schilddrüse war optimal eingestellt, das bestätigten ihre T4- und Blutwerte. Der Eisenwert war stark gesunken, so dass er sich fast dem Referenzwert annäherte. Er dürfte ihr erstmal keine Probleme mehr bereiten.

Sie bekam deutliche Probleme beim Aufstehen, war sehr steif und unbeweglich, man sah ihr ihre Schmerzen an und sie brauchte einiges an Zeit bis sie sich eingelaufen hatte. Die Lahmheit draußen war jedoch verschwunden, seit ihr der Zahn gezogen wurde.

Eventuell gab es doch einen Zusammenhang zwischen der Lahmheit  aus der Schulter  raus, auf der rechten Seite und dem Zahn mit dem Riss im Oberkiefer rechts.

Sie bekam von ihrer Osteopathin gegen ihre Probleme während des Aufstehens ein Kraut der traditionellen chinesischen Medizin. Ich gab ihr zusätzlich als Versuch Lachsöl hinzu. Ich vermutete rheumaähnliche Probleme, da ja ihr Bewegungsapparat schulmedizinisch komplett durchgescheckt wurde und ohne Befund ist.

Nach einer Woche mit TCM- Kraut und drei Tagen Lachsöl begann Kimbi abends urplötzlich hektisch hin und her zu laufen, beruhigte sich aber von alleine wieder. Mitten in der Nacht bekam sie einen Anfall, sie war hektisch, wollte nur nach draußen in die Kälte, wir hatten 2 Grad Außentemperatur. Dann begann ihre Gesichtshälfte am Fang anzuschwellen. Ich fuhr sofort mit ihr in die Tierklinik, im Auto entspannte sie aufgrund der Kälte ein wenig.
In der Tierklinik entschlossen wir uns angesichts ihres schlimmen Zustands Cortison zu spritzen. Wir fuhren nach Hause zurück und Kimbi ging es fast zwei Stunden lang besser, doch dann begann wieder ihre Unruhe. Ich verbrachte die Nacht mit ihr im Auto, da die Kälte die allergische Reaktion ein wenig milderte und sie ein bisschen zur Ruhe kam. Am nächsten Morgen ging die Schwellung ein wenig zurück. Ihre Schleimhäute waren sehr blass und ihr Bauch hart. Nach kurzer Zeit wiederholte sich das Drama der vergangenen Nacht, nur dass dies Mal ihr Gesicht auf Höhe der Augen anschwoll. Wir fuhren abermals in die Tierklinik und sie bekam ihre zweite Cortisonspritze, wieder verbrachten wir eine zeitlang im Auto. Ihr Kotabsatz war in Ordnung und sie hatte kein Erbrechen. Tagsüber schien sie über den Berg zu sein, sie fraß mit Appetit, ich ließ sämtliche Zusätze weg. Ein paar Stunden nach der Futteraufnahme begann ihre Unruhe erneut, sie beruhigte sich allerdings auch wieder, also begaben wir uns wieder ins Auto.
Nachts verbrachten wir in der Wohnung, sie begann mit erneuter Unruhe, ich rief die Tierklinik an, Kimba beruhigte sich  aber wieder und ich verabredete einen Termin für den nächsten morgen. Die Nacht verbrachten wir ebenso im Auto, es tat ihr gut und sie konnte dort schlafen, im Gegensatz zu mir.
Morgens fuhren wir dann in die Tierklinik, ihre Blutwerte wurden genommen, ebenso wie ihre Entzündungswerte und die  Organwerte- das ganze Programm. Wir machten Röntgenaufnahmen und ein Bauchultraschall.
Wir bemerkten einen Floh, der sich auf ihrer Stirn bewegte, was die Tierärztin zu dem Schluss bewegte, dass der Floh die Ursache ihres allergischen Schocks sei. Ich konnte diese Meinung nicht teilen, da Kimba weder auf Flöhe noch auf deren Speichel mit Allergien bis jetzt je reagierte, außerdem hatte sie vorher keine Flöhe gehabt. Ich glaubte, besonders aufgrund ihres Befundes, dass sie sich den in der Tierklinik kurz zuvor eingefangen haben musste.

Der Befund zeigte eine vergrößerte Milz, eine vernarbte auffällige Leber (das allerdings schon seit Jahren), eine verdickte und entzündete Darmwand, die genommenen Blutwerte zeigten keinerlei Auffälligkeiten.  Sie bekam noch einmal ein Antihistaminikum. Ich deckte mich in der Apotheke mit Antihistaminika und Calciumtabletten ein, um bei einer akuten allergischen Reaktion vorbereitet zu sein.
Im Anschluss an die Tierklinik fuhr ich direkt weiter zu meiner damaligen Tierheilpraktikerin, wir hätten unsere Zeit ohnehin im Auto verbringen müssen. Wir brauchten für die Strecke gute zwei Stunden.
Die Tierheilpraktikerin legte Kimba sofort auf die Decke an das Bioresonanzgerät.
Ich ließ sowohl die TCM Kapseln als auch das Lachsöl testen, mit dem Ergebnis, dass Kimba auf beides reagierte. Damit war der Auslöser wohl gefunden. Ich  vermutete eher die Kräuter bzw. eventuell die Kombination aus beiden zusammen, da die Darmwand verdickt und entzündet ist und ich die Kapseln schon länger gab.

In den nächsten Wochen machten wir eine Darmsanierung und es gab nur Schonkost. Nach fünf Wochen folgte ein Ultraschall zur Überprüfung, die Milz als auch die Darmwand hatten sich beruhigt und wieder normalisiert.

Nun bekommt sie  nie wieder TCM Kräuter und auch kein Lachsöl.

Im Oktober hatte meine Maus dann eine unfreundliche Diskussion mit einem Artgenossen und trug ein Blutohr davon.

Glücklicherweise entdeckte ich die Verdickung, die eine Größe von einem Zweieurostück hatte, ziemlich früh. Es fühlte sich geschwollen und gelartig an. Die Verdickung verursachte Kimbi keinerlei Schmerzen. Ich behandelte das Ohr mit Arnikasalbe und Homöopathika und die Verdickung wurde kleiner und fester. Nach ca. 4 Wochen war die Stelle nur noch halb so groß. So ist es bis heute geblieben in einem Zustand, mit dem wir beide gut leben können. Es steht weiterhin unter Beobachtung und eventuell werde ich es doch noch einmal homöopathisch behandeln.

In Folge der schwierigen Narkose im Sommer 2011 entwickelte Kimba eine unspezifische Angst gegenüber vielen Dingen, hauptsächliche Auslöser waren Sachen, die sich bewegten, angeflogen kamen oder unkontrollierbar waren. Zerr- oder Fangspiele, sowie gemeinsame Sprints wurden zu einem Ding der Unmöglichkeit. Sie duckte sich, schrie teilweise auf, zitterte, kniff die Augen zu und rannte in geduckter, schreiender Haltung weg. Ihre Augen tränten wieder vermehrt. Staubsaugen, Hose anziehen, Tasche umbinden, Leckerli werfen, alles vormals Abläufe, denen sie keine Beachtung schenkte bzw. teils sehr gerne mochte, waren nun einfach der Horror für sie.
Ich trainierte permanent dagegen an, mit mäßigem Erfolg, mal schien es besser und mal schlechter.

Die Tierheilpraktikerin und die Tierärzte bestätigten meinen Verdacht, dass sie eventuell einen Narkoseschaden davon getragen hatte. Eine Störung im Gehirn, das dieses Verhalten ausgelöst hatte.
Die aktuelle Wetterlage, Belastungen und Stressoren waren klare Verstärker, bei gutem Wetter und stressfreien Tagen traten ihre Probleme weniger auf.
Wir trainierten also tapfer weiter, unterstützt durch ein homöopathisches Mittel, es gab Besserungen, aber je nach Tagesform war es grenzwertig und schwer zu ertragen.
In ihrer Nähe konnte ich mich nur noch langsam und sehr kontrolliert bewegen, von anderen Menschen rief ich sie ab oder klärte sie auf, Spielen wie früher war kaum noch möglich. Ich setzte vieles auf Signal  (Tasche, anziehen, staubsaugen usw.) und kündigte alles an.

Ich hoffe inständig, dass Zeit nicht nur Wunden, sondern auch ihre Psyche heilt.

Der Grund war höchstwahrscheinlich  die viel zu lange Narkose, die so nie geplant war.
Ihre psychischen Probleme waren auch der Grund, weswegen ich mit ihr über Silvester in den Urlaub fuhr. Wir suchten uns bewusst einen Ort aus, an dem Silvesterfeuerwerk verboten war und fuhren nach St. Peter – Ording. Die Tage vor und nach Silvester waren jedoch leider wieder ein Albtraum mit Rückschritten für sie.

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Kimba mit 8,5 Jahren – 2012

Die zukünftige Entwicklung von Kimbi, mit Informationen zu ihrer aktuellen Gesundheit, Ernährung und Verhalten, findet ihr bei Interesse in Kimbis Blog.
Unter den passenden Kategorien gelangt man direkt zu den jeweiligen Themen oder hier im Anschluß- dort sind die wichtigsten Punkte nach Datum aufgelistet.

 

05 Januar 2012     >>>    Kimbi muss ins Unterwasserlaufband

05 Januar 2012     >>>   Kimbi hat eine Kletterhilfe bekommen

19 Januar 2012      >>>   Rheumatische Erkrankungen & Vitamin D Mangel

24 Januar 2012     >>>   Meine Vermutung wurde bestätigt  – Vitamin D Mangel

08 Februar 2012    >>>   Mineralstoff- und Vitaminmischung

08 März 2012        >>>   Vitamin D – voller Erfolg

03 Mai 2012          >>>   Thermografie

05 Mai 2012          >>>    Verletzung am linken Bein

10 Mai 2012          >>>   Tierarztbesuch – Kontrolle

17 Mai 2012          >>>   Matrix Rhythmus Therapie

18 Mai 2012         >>>    Kimbis Blutwerte

15 Juni 2012         >>>    Neue Kräuter für Kimbi

20 September 2012   >>>  Nachkontrolle von Herz und Leber

14 November 2012    >>>  Indianerhanf

22 November 2012    >>>  Sehnenübersprung im Karpalgelenk

28 November 2012    >>>  Auswirkungen einer Narkose

08 Dezember 2012    >>>  Kimbi ist krank – Sie bekam ein Schub

17 Januar 2013        >>>  Organische Ursachen für Verhaltensveränderungen

19 Februar 2013       >>>  15 Minuten Pfötchen halten nach Tierarztbesuch

18 März 2013           >>>   Kimbi musste zum Bauchultraschall

21 April 2013           >>>   Bizepssehnenverletzung

03 Mai 2013            >>>    Nachkontrolle Tierarztbesuch

11 Mai 2013             >>>   Anaplasmose – Toxoplasmose

02 Juni 2013            >>>   Kontrolle Anaplasmose

05 Juli 2013             >>>   Physiotherapie

10 Juli 2013             >>>   Unterwasserlaufband – Muskelaufbau in der Hinterhand

09 August 2013        >>>    Kontrolle – ein neuer Tierarzt

13 August 2013        >>>    Virus, Gift oder wieder ein Anaplasmoseschub

16 August 2013        >>>    Die erste Nacht, seit 8 Tagen, ohne Erbrechen

19 August 2013       >>>    Anaplasmoseverdacht – Doxycyclin

20 August 2013       >>>     2 Tag mit Doxy

21 August 2013        >>>     3 Tag mit Doxy

22 August 2013       >>>     4 Tag mit Doxy

23 August 2013       >>>    5 Tag mit Doxy

24 August 2013       >>>     6 Tag mit Doxy

25 August 2013       >>>     7 Tag mit Doxy

26 August 2013       >>>     8 Tag mit Doxy

27 August 2013       >>>     10 Tag mit Doxy

28 August 2013      >>>      11 Tag mit Doxy

30 August 2013      >>>      12 und 13 Tag mit Doxy

31 August 2013       >>>      14 Tag mit Doxy

01 September 2013     >>>   15 Tag mit Doxy

03 September 2013    >>>    16 und 17 Tag mit Doxy

04 September 2013    >>>    18 Tag mit Doxy

06 September 2013    >>>    19 und 20 Tag mit Doxy

08 September 2013    >>>    21 und 22 Tag mit Doxy

15 September 2013    >>>     Neuer Versuch mit der TDP-Lampe

14 Oktober 2013        >>>     Endkontrolle Doxy

18 Oktober 2013        >>>     Kimbi hat Würmchen

25 Oktober 2013        >>>     Epuliden oder doch was bösartiges?

05 November 2013    >>>      Kimbi hat keine Würmchen mehr, freu

13 November 2013    >>>      Kimbi hat ein Loch im Ohru

11 Dezember 2013        >>>      Physiotherapie – Triggerpunkte lösen

01 Februar 2014           >>>      2.5 Jahre nach der Narkose

05 Februar 2014          >>>      Kontrolle der Schilddrüsenwerte

06 Mai 2014                 >>>     Kimbi schwächelt

11 Mai 2014                  >>>     Anaplasmosebehandlung

19 Mai 2014                 >>>      Beckenschiefstellung

18 Juni 2014               >>>     Pfotenlecken

03 Juli 2014               >>>      Einmal Anaplasmose, immer Anaplsmose

11 Juli 2014                >>>      Es geht Berg auf

27 August 2014         >>>     3 Jahre nach der Narkose

29 August 2014         >>>     Zahnfraktur

01 September 2014   >>>   Kimbi ist fast Taub

04 September 2014 >>>  Kimbi wird schlapper

10 September 2014 >>>  Es tut sich was…

17 September 2014 >>>  Kimbi geht es Tag für Tag besser

18 September 2014 >>> Einmal in die Ohren schauen

29 Septmeber  2014 >>> Vier Wochen nach der ZahnOP

13 Oktober 2014 >>> Sechs Wochen nach der OP

07 November 2014 >>> Leberneoplasie

16 Dezember 2014 >>> Kontrolle Lebertumor

25 Februar 2015 >>> Kimbis Blutwerte werden schlechter

05 März 2015 >>> Knubbel am Brustkorb

06 März 2015 >>> Tumor wächst weiter

21 Mai 2015   >>>  Der Tumor ist raus

Weitere Infos über Kimbis Gesundheitsverlauf findet ihr unter dem Punkt Gesundheit  >>> HIER