Signal Mauli

Kimbi musste in den letzten 12,5 Jahren nie ein Maulkorb tragen. Sie hatte 2 x eine Maulschlaufe auf, das war direkt nach der OP-Tumorentfernung, bei der Osteopathin wegen ihren Schmerzen. Wir hatten es vor 7 Jahren für 1-2 x im Training mit eingebaut, dann aber wieder beiseite gelegt, weil irgendwas wichtiger war.

Da Kimbi ja ab und an Probleme im Gehirn hat, (mittlerweile nur noch selten und schwach) aufgrund ihrer Borrelioseschübe, ihrer chronischen Hirnhautentzündungen und der Hepatoenzephalopathie,  dachte ich mir, es kann nicht schaden, das sie ein Maulkorb kennen lernt und aufsetzen mag. Wer weiß ob wir ihn irgendwann brauchen.
Da Kimbi wieder gerne arbeiten mag, sind wir vorgestern angefangen. Wir trainieren immer nur 3-5 min, nicht länger, da zuviel geistige Arbeit bei ihr leichte Anfälle auslösen kann.
Heute war die 3. Einheit von 3 min. Sie lernt so schnell, es macht ihr Spaß – auch mit 12,5 Jahren kann man noch lernen.

Targettraining – Fähnchen

Kimbi  hat ein neues Target bekommen – ein Fähnchen.

Unser Endziel: Kimbi sucht das Fähnchen-Target auf und legt sich, bis ich das Fähnchen wegnehme oder die Übung auflöse, dort hin.
Diese Übung wird in viele kleine Einzelschritte aufgebaut und  trainiert.

Trainingsstand zur Zeit ist, dass sie das Fähnchen von alleine, sowohl auch mit Signal „Fähnchen“ aufsucht und sich daneben ablegt. Ebenso läuft sie auf Signal Fähnchen, unter Ablenkung von Spielzeug,  zum Target  und legt sich hin.

Neue Aufgabe: Signalunterscheidung
Eine Einheit – 10 Durchläufe
– Fähnchen – unser Target
– Bodentarget-Frisbee
– Felldummy
– Ball
– Neoprenball mit Schnur

Hier ein kleiner Film vom Targettraining.
Kimbi wurde abwechselnd mal zum Fähnchen, mal zum Felldummy zum Apportieren geschickt. Ebenso wurden weitere Spielis als Ablenkung ausgelegt.
Sie wurde 6 x zum Fähnchen und 4 x zum Felldummy zum Apportieren geschickt. Keine bestimmte Reihenfolge der Signale.
Sie zeigte 5 x das Fähnchen zuverlässig an, 4 x apportierte sie den Felldummy, 1 x Fehler- Kimbi hat den Felldummy mit ablegen angezeigt- beide Übungen kombiniert.

Nun werden wir diese Einheit noch ein wenig festigen, dann kommen die nächsten Schritte.
– Fähnchen auf Entfernung aufsuchen und ablegen unter Ablenkung
– Fähnchen aufsuchen und ablegen mit Ablenkung Mensch/Hund mit geringeren Abstand, anschliessend  auf Entfernung
– Fähnchen aufsuchen und ablegen sowie länger verweilen.

Vorsicht Giftköder – Anzeigen statt Aufnehmen

Wenn Hunde alles fressen…
Kann das nicht nur unangenehme kurzfristige Folgen haben, sondern bei Aufnahme von Giftködern auch zum Tod führen.

In der letzten Zeit häufen sich die Warnungen über ausgelegte Giftköder, die perfider Weise als Futter, das für Hunde sehr hochwertig ist, mit tödlichen Giften oder unverdaulichen Zusätzen präpariert sind.

Daher war es  für mich wichtig  Kimbi ein gutes Alternativverhalten aufzutrainieren,  dieses ist nicht nur für den klassischen „Staubsauger“, der scheinbar wahllos alles aufnimmt sinnvoll,  sondern auch für  Hunde   die draußen ein normales Fress- verhalten an den Tag legen.

Im Film habe ich  ein paar Beispiele zusammengeschnitten, welche ich damals mit Kimbi trainiert habe.
Es geht  um die Signale wie  Pfui – wende dich vom Futter ab und laufe weiter, der Auslöser Futter wird zum Signal, das Ausgeben vom Futter, das Tauschen sowie das Anzeigen vom Futter. Sie muss nicht zu mir schauen, nur vom Futter abwenden und weiter gehen. Auf dem Film wendet sie sich nur ab, bleibt aber noch stehen, da sie in Erwartungshaltung ist.

Kimbi macht es mittlerweile super. Wenn sie  auf den Spaziergang was essbares findet   wendet sie sich ab und läuft weiter, falls nicht, kann ich sie mit dem Signal PFUI, welches das gleiche bedeutet  umorientieren und oder falls sie es doch einmal aufnimmt, sie mit einem ruhigen AUS animieren es auszuspucken.

Das Anzeigen vom Futter habe ich  auf Siganl gesetzt, da ich persönlich nicht wollte, dass Kimbi sämtliches Essen, was draussen herum liegt, von sich aus anzeigt. Hier liegt ab und an einfach zu viel herum, so müsste sie sich alle paar Meter hinlegen. 🙁 In diesem Fall wollte ich  nicht das der Auslöser zum Signal „Anzeigen“ wird.

Hundebegegnungstraining für Kimbi

Heute waren wir mit ein paar Freunden und deren Hunde verabredet, damit Kimbi ein wenig Hundekontakt bekommt und wir es besser und kontrollierter üben können. Da es ihr in Moment sehr gut geht und sie immer lockerer wird, wäre es schön, wenn sie wieder mehr Hundebegegnungen bekommt. Letzter Zeit suchte sie  teilweise sogar von sich aus den Kontakt zu anderen Hunden und zeigt kleine Spielansätze, dieses möchte ich gerne  ausbauen und fordern.

Wir waren  90 Minuten  am See spazieren, Kimbi hat es super gemeistert, ich bin ganz stolz auf meine Maus. Das Gebiet kannte sie sehr gut, da wir dort fast täglich laufen.

Es waren insgesamt 4 Hunde mit  Kimbi  unterwegs.
1. Ein Eurasierrüden, den sie kannte und sehr gerne mag – Dschingis
2. Ein stürmisches Labradormädel, welche sie nicht kannte – Ayda

3. Eine unsichere kleine Mixhündin, die sie nicht kannte – Marley
4. Ein leicht unsicherer kastrierter Brakenmixrüde, der in manchen Fällen dazu neigt nach vorne zu gehen – Toni

Kimbi traf als erstes die Nr. 1 Dschingis, beide ohne Leine. Sie
begrüßte ihn freudig, hier hatte ich auch nichts anderes erwartet, die beiden mögen sich und treffen sich öfter.

Danach begegnete sie auf Nr. 4 Toni , der noch an der langen Leine war, damit er nicht auf sie frontal zustürmen konnte. Es war sehr angespannt, beide waren Steif und nach vorne gerichtet, sie umkreisten sich langsam, Kimbi mit fixerenden Blick auf den Rücken-Nacken Bereich, was bei ihr nichts gutes heißt und ich handeln muss, da es sonst sehr schnell kippen kann.  Aber mit markern für gutes Verhalten und ein Umorientierungssignal konnte ich sie raus holen.

Anschließend traf sie auf Nr. 2 die Ayda, beide im Freilauf, sie liefen beide mit weichen Bewegungen. Ayda war etwas aufdringlich und stürmisch, Kimbi schnappte einmal heftig in die Luft, danach war alles gut. Während des Spaziergangs kam Ayda immer mal wieder zu Kimbi und oder folgte ihr. Sie konnten entspannt zusammen schnüffeln, sich beschnuppern und nebenher laufen.

Nach paar Minuten traf sie auch auf Nr. 3 die Marly, das war  problemlos, die beiden akzeptierten sich,  jeder machte sein Ding, es war  keine Anspannung zu erkennen.

Beim laufen wurde es dann etwas entspannter, da die Aufmerksamkeit geteilt wurde und jeder so seinen Weg lief. Kimbi war auf dem Hinweg noch leicht unsicher, sie blieb oft bei mir und rannte nicht so große Runden wie sonst. Sie schnüffelte ab und an Mal an Marley, lief mit Ayda und schaute öfter einmal zu Dschingis.

Bei Toni waren die Begegnungen  etwas angespannter, aber es wurde lockerer umso länger wir liefen. Sie schauten sich öfter angespannt und fixierend an, bei nähere Begegnungen wurden sie steifer in den Bewegungen, aber sie konnten es meistens alleine lösen und wählten wieder eine Distanzerweiterung. Ab und an habe ich Kimbi geholfen, damit es nicht zu stressig für sie wird.

   

Nach 40 Minuten gab es Badspaß für alle, Kimbi war erst etwas unsicher und leicht gestresst, konnte dann aber auch schwimmen und Spaß haben.

   

Anschließend ging es zurück. Kimbi schnüffelte nun auch öfter an Ayda und Marley und  auch an Tonis Hinterteil, sie war nicht mehr so fixierend und steif bei den Begegnungen mit ihm. Sie nahm dann von sich aus 
noch 3-4 Mal  Kontakt zu Toni auf. Toni wurde in den Bewegungen immer weicher, er zeigte am Ende sogar Spielaufforderungen. Dieses war für Kimbi aber noch zu früh und zu stürmisch. Daher habe ich sie rausgeholt, sie durfte  anschließend aber wieder hin.

Puh, das war anstrengend, nicht nur für Kimbi, auch für mich :).  Nun liegt sie hier entspannt und schläft.

Ich hätte es gerne  gefilmt, aber ich war zu beschäftigt, da ich bei Kimbi schon sehr aufpassen muss, gerade am Anfang, da es bei ihr leider schnell kippen kann. 

Wir werden es in der  nächste Zeit wiederholen und schauen wie es Kimbi gefällt,  dann sehen wir weiter.

Dreiecks- & Targetspiele

Ziel ist es, mit viel Spaß  die Ansprechbarkeit, die Zuverlässigkeit der Umorientierung und die Aufmerksamkeitsteilung bei verschiedenen Reizarten und -stärken aufzubauen und zu festigen. Voraussetzung ist die Freude an der gemeinsamen Arbeit und der Wunsch, dass Training Spaß machen und positiv Verstärkt sein sollte.

Mein Ziel:
1. Dreiecksspiele zur Umorientierung in unterschiedlichen Varianten und verschiedensten Belohnungsmöglichkeiten.
2. Targetspiele zur Umschaltung und Aufmerksamkeitsteilung.
3. Ein Gemisch aus 1 + 2.

Die Dreiecks- und Targetspiele sind gute Übungen, da sie nicht nur Spaß machen, sondern viele einzelne Komponenten enthalten, wie z.B. zuverlässigen Rückruf, Umorientierung, Blickkontakt, Aufmerksamkeitsteilung und Impulskontrolle.

Dreieckspiel:
Das Objekt (die Belohnung), der Mensch und sein Hund bilden die Spitzen eines Dreiecks, welches je nach Trainingsstand variiert werden kann.
Der Mensch geht mit seinem Hund zu Punkt 1 und gibt ihm das Signal „sitzen“ oder „liegen“, nun geht er zu Punkt2 und legt das Objekt aus, von hier wandert er mit Blickkontakt zu Punkt 3. Dort wird der Hund mit dem Rückruf gerufen, sobald der Hund bei dem Menschen ist, wird er gemarkert und zum Objekt (Belohnung ) geschickt.

Kimbi hat viel Spaß an den Übungen. Wir variieren sie in dem wir verschiedene Belohnungsarten einsetzen,  Größe des Dreiecks und den Abstand zur Belohung verändern, sowie  die Signale wie sitzen, liegen, stehen usw. wechseln.

Hier ein kleiner Film mit  unterschiedlichen Möglichkeiten eines Dreiecksspieles.


Targettraining:

Bestehend aus einem oder mehreren Targets, einer Belohnung (Spielzeug, Leckerli, Futterbeutel usw.) und einem Menschen.

Der Mensch steht mit seinem Hund an Punkt 1 und gibt ihm das Signal „sitzen“ oder „liegen“, nun legt oder wirft er ein Target aus, parallel oder im Anschluss legt oder wirft er eine Belohnung. Nun wird der Hund zum Target geschickt, dort wird er gemarkert und zur Belohnung geschickt.

Hier zwei Beispiele von unserem Targettraining.

Die Kombination aus beiden Übungen werden wir demnächst aufbauen. Ebenso das Dreieck- und Targetspiel mit Unterbrechung von Stopp-, Sitz- und Liegesignalen während des Laufens filmen.

Fortsetzung folgt! 🙂

Signal Kontakt & isometrische Übungen

Ich hatte hier schon mal über Kimbis Signal Kontakt berichtet, welches sie mittlerweile immer öfter annimmt und auch von alleine anbietet.

Wir haben in den letzten Jahren viele einzelne Touchübungen geübt,  u.a. mit längerem halten der jeweiligen Übung wie z.B. Hüft- und Schultertouch, die komplette Seite oder auch Nasen-, Backen-, Kinn-, Pfoten- und Kopftouch. Ihr machten die Übungen sehr viel Spaß,  sie wurde dadurch  immer anhänglicher und ihre  Berührungsempfindlichkeit nahm ab. Über die einzelnen Touchübungen hatte ich hier schon berichtet.

Als sie damals  an Muskulatur verloren hatte und instabiler in der Bewegung wurde,  haben wir die Touch-Halteübungen teils auch für die  isometrischen Übungen genommen, um ihre Muskulatur zu stärken und die Bänder zu festigen.

Die reine  isometrische Übung besteht aus Krafttraining und Entspannung. Bei den  Übungen werden die Gelenke / der Körper nicht bewegt, sondern nur ein Druck auf der Muskulatur aufgebaut und für eine kurze Zeit gehalten.  Bestimmte Körperteile werden gegen einem Gegenstand (Wand, Tür, Stuhl usw.) gedrückt, bei Kimbi nutzte ich   zur Zeit noch mein Bein, mein Arm oder meine Handfläche, aber wir üben auch, dass sie sich  gegen Wände, Bäume oder sonstiges drücken kann.

Kleine  isometrische Dehn- Steck- und Anspannungsübungen können helfen, dass der Körper Muskulatur aufbaut. Diese haben wir damals auch mit Erfolg genutzt. Bestimmte Übungen können die Popo-, Hinterhand- und Bauchmuskulatur stärken und die Bänder entlasten.

Mittlerweile nutzen wir diese Übungen auch zur direkten aktiven Entspannung.

Keine Entspannung ohne Anspannung. Ähnliche Übungen, wie die isometrischen Übungen, eignen sich auch sehr gut für eine aktive Entspannung in stressigen Situationen wie z.B bei Angst- und Aggressionsverhalten oder auch bei starker Aufregung wie bei Wildsichtungen oder einfach mal zwischendurch. Aktiv, weil der Hund sich nicht einfach nur entspannt, in dem er sich ausruht oder ich ihn streichel, sondern er ist aktiv dabei.  Er hat eine Aufgabe d.h. er schaltet  im Gehirn in andere Bereiche und fährt somit schneller runter. Dazu wird noch, durch den Druck auf dem Körper, das Hormon Oxytocin ausgeschüttet, welches  zur  Entspannung beiträgt. Durch die Anspannung  die nach kurzem halten gelöst wird, entsteht ebenso eine Entspannung.

In den beiden Filmen bewegt sie teils ihren Körper mit und ist zu stürmisch.  Zumindest für eine reine ruhige isometrische Übung um Muskeln aufzubauen,  wäre hier zu viel Bewegung im Spiel.  Bei Entspannungsübungen sieht es anders aus, dort ist alles erlaubt was dem Hund gut tut und entspannt. Damals, beim Muskelaufbau und Krafttraining, haben wir auch  ruhigere langsamere Übungen gemacht,  da wäre sonst die Hilfe eines Physiotherapeuten sinnvoll, damit man nichts verschlimmert.

Hier in dem ersten Film, sieht man ein Gemisch aus dem Signal Kontakt, Seitentouch und isometrischer Übung.  Kimbi macht es Spaß und es hilft ihr in bestimmten Situtionen zu entspannen. Im Alltag, wenn ich es in stressigen Situationen abfrage, läuft die Übung natürlich sehr viel ruhiger und langsamer ab, dadurch entspannt sie auch besser.

Hier die gleiche Trainingseinheit draussen, im Anschluß gab es noch eine Streckübung.

Der Auslöser Futter wird zum Signal – Teil 2

Hier hatte ich  schon mal über „der Auslöser Futter wird zum Signal“ berichtet. Dort ging es um Futter, welches draussen auf den Spaziergängen zu finden ist. Mein Ziel war, dass Kimbi, wenn sie was fressbares sieht, sich vom Futter abwendet und weiter läuft. Ob sie mich anschaut oder vom Futter wegschaut war mir nicht wichtig, das Abwenden vom Futter und weiter gehen war das Ziel. Teils setzt sie es sehr gut um, ab und an bleibt sie stehen und schaut mich an, da sie ihren Marker erwartet. Bei Kaninchenköttel und Gras klappt es nicht, da sie es immer futtern durfte. Dort benötige ich wenn das Signal „Pfui“,  welches bei uns ebenso bedeutet, schaue weg und laufe weiter. Aber an den Kaninchenköttel müssen wir noch arbeiten, das läuft noch nicht gut, da sie es jahrelang durfte und wir zuwenig trainierten.

Nun haben wir es in der Wohnung trainiert. Kimbi darf, aufgrund ihres Gesundheitszustandes,  nicht alles futtern und wenn sie doch mal in Versuchung kommt, kann es folgen haben.

Das Ziel war, sobald Futter runterfällt oder irgendwo liegt, sich abzuwenden. Zur Zeit wendet sie sich ab und schaut zu mir. Sie braucht im Haus nicht weiter zulaufen, so wie draussen.

Gestern habe ich für Kimbi leckere Kekse mit Leber  gebacken. Ich habe sie in der Küche klein geschnitten und eingefroren, dabei viel mir zufällig immer einer runter ohne sie dabei  anzuschauen. Bei Kimbi ist es mittlerweile egal, ob sie nach dem Marker das Leckerli vom Boden oder was von mir bekommt. Wenn sie das Futter vom Boden aufnehmen darf, bekommt sie das Signal „Nimm“, ansonsten bekommt sie etwas anderes von mir aus der Hand.

Silvester naht…

Vorläufiges Ziel errreicht, Silvester kann kommen 🙂

Wer Kimbi kennt, weiß wie geräuschempfindlich sie früher war und was für eine Angst sie vor Knaller, Schüsse und Auspuffknattern hat. Ich hatte hier und hier schon mal etwas dazu geschrieben.

Darum fahren wir dieses Jahr Silvester wieder  zur Nordsee, wir wohnen in einem Reetdachviertel wo nicht geknallt werden darf. Dort hört man allerdings auch 3-5 Knaller am Tag und Silvesternacht, je nach dem wie der Wind steht, bekommt man auch ca. 10 min etwas vom Feuerwerk mit. Im Vergleich zu Bremen, ist es natürlich sehr wenig, hier wird ab Weihnachten schon immer mal geknallt. Vier Tage vor Silvester geht es dann richtig los, vor allem abends, da knallen sie  ständig, am Silvester ist es dann nicht mehr  auszuhalten. Die Tage danach sind auch nicht viel besser, es zieht sich teils bis zu einer Woche hin.

Unser vorläufiges Ziel war, dass Kimbi, wenn es vereinzelt knallt, zu mir kommt, ihr Superleckerli (Trockenhirschfleisch) bekommt und ihre isometrische Übungen (mein Signal Kontakt) zeigen kann, um sie  gegebenenfalls zu entspannen.
Wichtig war für mich, dass sie, wenn es knallt, nicht mehr flüchtet, sondern zu mir kommt, kein Angstverhalten mehr zeigt und ansprechbar bleibt.

Natürlich ist es noch nicht unser Endziel, wir trainieren weiter, aber Silvester kann kommen.

Hier drei Filme vom Training. Im ersten Film reagiert Kimbi super, sie kommt sofort zu mir, nimmt ihr Futter und kann die isometrischen Übung machen. Das Mensch-Hund-Team im Hintergrund trainiert ebenso  und wurde vorher eingewiesen. Sie sind noch nicht ganz so weit, aber der Hund hat es gut verarbeitet und konnte anschliessend schnell entspannen.  Wir sind anschliessend noch 30 min gemütlich spazieren gegangen.

 

Hier im Film ist der Knall sehr nahe und laut, das Kimbi sich beim Knall erschreckt ist ein ganz normales Verhalten, das würde fast  jeder Hund, was danach kommt ist wichtig. Kimbi  ist  ansprechbar, zeigt kein Angstverhalten und kann Futter nehmen. Anschließend sind wir noch 20 min entspannt spazieren gegangen.
Ach ich bin ganz stolz auf meine Maus, wir haben es geschafft. 🙂

 

Hier knalle ich mit Knallerbsen. Leider ist mir eine Knallerbse runtergefallen, direkt neben Kimbi. 🙁  Ich habe sofort  gemarkert. Sie hat natürlich reagiert und zuckte kurz, konnte dann aber ihr Futter suchen. Sie zeigte kein Angstverhalten. Glück gehabt. Die Knallerbsen sind doch sehr laut, auf den Film hört man es nicht so, da es sehr windig war.

Ich habe während des Trainings natürlich darauf geachtet das es  für sie  nicht zu viel und auch nicht zu stressig wird. Ich habe sie tagsüber und auch nachts beobachtet, sie war entspannt, nicht geräuschempfindlicher oder angespannter auf den weiteren Spaziergängen.