Futterentwertung

Kimbi frisst sehr gerne, zwar nicht alles, aber vieles und dass was sie gerne mag, ist auch sehr schnell aufgefuttert. Ihr Napf wird immer gerne  ausgeleckt und Leckerlis werden verschlungen.  Fängt sie an zu nörgeln, ist es bei ihr ein Zeichen von Stress und Unwohlsein.

Somit kann ich erkennen, ob es ihr nicht so gut geht, sie eventuell wieder ein Schub bekommt und unterstützt werden muss oder ich mal wieder ihr Futter entwertet habe. 🙁

Bei einem sensiblen Hund wie Kimba geht so was leider sehr schnell.
Kimbi bekommt auf Grund ihrer Verletzung seit 1 Woche MSM ins Futter. Sie bekam schon öfter MSM, ist aber schon eine Zeit lang her. Ich mischte es immer unters Futter und sie fraß es mit. So machte ich es diesmal auch, morgens gab es MSM mit ins Frühstück und abends ohne. Die ersten beiden Tage fraß sie auch alles zügig auf, dann nörgelte sie, sortierte das Futter aus und fing an es stehen zu lassen, leider  auch das Abendessen. Ich habe sofort das MSM aus dem Futter gelassen. Trotzdem fraß Kimbi sehr schlecht. Sie sortierte und spuckte es neben dem Napf und ging immer Mal wieder vom Futter weg. Schon bei der Zubereitung schaute sie nicht mehr zu und als ich sie zum Fressen rief kam sie auch nicht sofort.  🙁
Heute Abend  habe ich ihr Futter mit viel Leber verfeinert, sie fraß zwar nörgelig und mit paar Anläufen, aber der Napf war fast leer. Es wird wieder besser, aber bei Kimba  dauert es  immer etwas Zeit, auch wenn ich relativ schnell reagiert habe.

Leider  kann man mit so etwas schnell einen nörgeligen Fresser bekommen, obwohl der Hund Hunger hat, frisst er nicht. Er lernt bestimmte Situationen und auch das Futter zu meiden, was wiederum Stress für den Hund bedeutet. Bei sehr sensible und oder kranken Hunden kann dadurch ein Teufelskreislauf entstehen.

Als Kimba noch ein Junghund war, hatten wir solche Situationen auf Grund ihrer Krankheiten auch ein paar Mal, es dauerte sehr lange bis sie wieder fit war und gut gefressen hat.
Nun leider wieder, weil ich voreilig gehandelt habe und dachte was früher im Napf war und mit gefuttert wurde, wird heute auch gefuttert. Eigentlich ziemlich blöd von mir, da Verhalten, der Geschmacksinn und Emotionen sich ja im Laufe der Zeit verändern. 🙁

Was versteht man unter „Futterentwertung“?

Futter gehört zu den existentiellen, primären Verstärker, den wir auch sehr gut im Training einsetzen können.  Verbindet der Hund nun mit Futter, aus bestimmten Gründen, etwas Unangenehmes, wird es automatisch weniger attraktiv, nicht mehr so wichtig, eventuell gemieden, im schlechtesten Fall sogar aversiv sein.

Es ist aus Sicht des Hundes „entwertet“ und wir haben eventuell danach Schwierigkeiten, es weiterhin als primären Verstärker einzusetzen. Schlimmer aber ist, dass einige Hunde darauf mit der Verweigerung von Futter reagieren.

Bei sensiblen Hunden kann es durch  bestimmtes Verhalten vom Menschen ziemlich schnell  zur Futterentwertung kommen.

– durchs stopfen von Leckerlis/Futter
(Mensch gibt dem Hund das Leckerli nicht vernünftig, sondern schiebt es mehr oder weniger rein, so dass die  Schnauze beim Fressen zurück weicht)
– durch Fütterung von nicht gemochten oder unverträglichem Futter
– durch Medikamente, Kräuter und Co im Futter
– durch negativen Strafen, Futterentzug im Training / Zuhause
– Tauschaktionen von hochwertigem zu minderwertigem Futter
– durch immer wieder anbieten und aufdrängen von Futter in bestimmten Situationen, wo es nicht unbedingt gewollt oder vertragen wird.
– durch Übelkeit, Krankheiten und Schmerzen

Neue Trinkflasche für Kimbi

Da wir viel unterwegs sind und Kimbi natürlich dann auch Wasser braucht, hatten wir Jahre lang diese Plastiktrinkflasche mit.

Sie war irgendwie unpraktisch, der Verschluss war oft undicht, das nicht getrunkene Wasser musste ich wegkippen und man konnte keine dickeren Flüssigkeiten hineinfüllen.

Nun gab es gestern eine neue Flasche, eine aus rostfreiem Edelstahl mit 0,7 l Füllmenge. Sie hat einen integrierten Napf als Deckel. Die Öffnung ist größer, somit kann ich die restliche Flüssigkeit zurück in die Flasche kippen und auch dickere Flüssigkeiten einfüllen.

Wie bei allen neuen Sachen wurde auch die Flasche bzw. der Napf zum Trinken positiv belegt.
Heute gab es zum Kennenlernen eine Flüssigkeit aus pürierter Leber mit Wasser. Kimbi fand es von Anfang an toll, was bei ihr nicht selbstverständlich ist.  🙂

Einige finden es wahrscheinlich lächerlich oder überflüssig einen Hund an eine Wasserflasche zu gewöhnen, aber ich mache es mit allen neuen Gegenständen so, bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger.  Ich möchte halt, dass sie die nicht meidet oder am Anfang gleich mit etwas Unangenehmes verknüpft.

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