Signal Kontakt & isometrische Übungen

Ich hatte hier schon mal über Kimbis Signal Kontakt berichtet, welches sie mittlerweile immer öfter annimmt und auch von alleine anbietet.

Wir haben in den letzten Jahren viele einzelne Touchübungen geübt,  u.a. mit längerem halten der jeweiligen Übung wie z.B. Hüft- und Schultertouch, die komplette Seite oder auch Nasen-, Backen-, Kinn-, Pfoten- und Kopftouch. Ihr machten die Übungen sehr viel Spaß,  sie wurde dadurch  immer anhänglicher und ihre  Berührungsempfindlichkeit nahm ab. Über die einzelnen Touchübungen hatte ich hier schon berichtet.

Als sie damals  an Muskulatur verloren hatte und instabiler in der Bewegung wurde,  haben wir die Touch-Halteübungen teils auch für die  isometrischen Übungen genommen, um ihre Muskulatur zu stärken und die Bänder zu festigen.

Die reine  isometrische Übung besteht aus Krafttraining und Entspannung. Bei den  Übungen werden die Gelenke / der Körper nicht bewegt, sondern nur ein Druck auf der Muskulatur aufgebaut und für eine kurze Zeit gehalten.  Bestimmte Körperteile werden gegen einem Gegenstand (Wand, Tür, Stuhl usw.) gedrückt, bei Kimbi nutzte ich   zur Zeit noch mein Bein, mein Arm oder meine Handfläche, aber wir üben auch, dass sie sich  gegen Wände, Bäume oder sonstiges drücken kann.

Kleine  isometrische Dehn- Steck- und Anspannungsübungen können helfen, dass der Körper Muskulatur aufbaut. Diese haben wir damals auch mit Erfolg genutzt. Bestimmte Übungen können die Popo-, Hinterhand- und Bauchmuskulatur stärken und die Bänder entlasten.

Mittlerweile nutzen wir diese Übungen auch zur direkten aktiven Entspannung.

Keine Entspannung ohne Anspannung. Ähnliche Übungen, wie die isometrischen Übungen, eignen sich auch sehr gut für eine aktive Entspannung in stressigen Situationen wie z.B bei Angst- und Aggressionsverhalten oder auch bei starker Aufregung wie bei Wildsichtungen oder einfach mal zwischendurch. Aktiv, weil der Hund sich nicht einfach nur entspannt, in dem er sich ausruht oder ich ihn streichel, sondern er ist aktiv dabei.  Er hat eine Aufgabe d.h. er schaltet  im Gehirn in andere Bereiche und fährt somit schneller runter. Dazu wird noch, durch den Druck auf dem Körper, das Hormon Oxytocin ausgeschüttet, welches  zur  Entspannung beiträgt. Durch die Anspannung  die nach kurzem halten gelöst wird, entsteht ebenso eine Entspannung.

In den beiden Filmen bewegt sie teils ihren Körper mit und ist zu stürmisch.  Zumindest für eine reine ruhige isometrische Übung um Muskeln aufzubauen,  wäre hier zu viel Bewegung im Spiel.  Bei Entspannungsübungen sieht es anders aus, dort ist alles erlaubt was dem Hund gut tut und entspannt. Damals, beim Muskelaufbau und Krafttraining, haben wir auch  ruhigere langsamere Übungen gemacht,  da wäre sonst die Hilfe eines Physiotherapeuten sinnvoll, damit man nichts verschlimmert.

Hier in dem ersten Film, sieht man ein Gemisch aus dem Signal Kontakt, Seitentouch und isometrischer Übung.  Kimbi macht es Spaß und es hilft ihr in bestimmten Situtionen zu entspannen. Im Alltag, wenn ich es in stressigen Situationen abfrage, läuft die Übung natürlich sehr viel ruhiger und langsamer ab, dadurch entspannt sie auch besser.

Hier die gleiche Trainingseinheit draussen, im Anschluß gab es noch eine Streckübung.

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