Dreiecks- & Targetspiele

Ziel ist es, mit viel Spaß  die Ansprechbarkeit, die Zuverlässigkeit der Umorientierung und die Aufmerksamkeitsteilung bei verschiedenen Reizarten und -stärken aufzubauen und zu festigen. Voraussetzung ist die Freude an der gemeinsamen Arbeit und der Wunsch, dass Training Spaß machen und positiv Verstärkt sein sollte.

Mein Ziel:
1. Dreiecksspiele zur Umorientierung in unterschiedlichen Varianten und verschiedensten Belohnungsmöglichkeiten.
2. Targetspiele zur Umschaltung und Aufmerksamkeitsteilung.
3. Ein Gemisch aus 1 + 2.

Die Dreiecks- und Targetspiele sind gute Übungen, da sie nicht nur Spaß machen, sondern viele einzelne Komponenten enthalten, wie z.B. zuverlässigen Rückruf, Umorientierung, Blickkontakt, Aufmerksamkeitsteilung und Impulskontrolle.

Dreieckspiel:
Das Objekt (die Belohnung), der Mensch und sein Hund bilden die Spitzen eines Dreiecks, welches je nach Trainingsstand variiert werden kann.
Der Mensch geht mit seinem Hund zu Punkt 1 und gibt ihm das Signal „sitzen“ oder „liegen“, nun geht er zu Punkt2 und legt das Objekt aus, von hier wandert er mit Blickkontakt zu Punkt 3. Dort wird der Hund mit dem Rückruf gerufen, sobald der Hund bei dem Menschen ist, wird er gemarkert und zum Objekt (Belohnung ) geschickt.

Kimbi hat viel Spaß an den Übungen. Wir variieren sie in dem wir verschiedene Belohnungsarten einsetzen,  Größe des Dreiecks und den Abstand zur Belohung verändern, sowie  die Signale wie sitzen, liegen, stehen usw. wechseln.

Hier ein kleiner Film mit  unterschiedlichen Möglichkeiten eines Dreiecksspieles.


Targettraining:

Bestehend aus einem oder mehreren Targets, einer Belohnung (Spielzeug, Leckerli, Futterbeutel usw.) und einem Menschen.

Der Mensch steht mit seinem Hund an Punkt 1 und gibt ihm das Signal „sitzen“ oder „liegen“, nun legt oder wirft er ein Target aus, parallel oder im Anschluss legt oder wirft er eine Belohnung. Nun wird der Hund zum Target geschickt, dort wird er gemarkert und zur Belohnung geschickt.

Hier zwei Beispiele von unserem Targettraining.

Die Kombination aus beiden Übungen werden wir demnächst aufbauen. Ebenso das Dreieck- und Targetspiel mit Unterbrechung von Stopp-, Sitz- und Liegesignalen während des Laufens filmen.

Fortsetzung folgt! 🙂

Signal Kontakt & isometrische Übungen

Ich hatte hier schon mal über Kimbis Signal Kontakt berichtet, welches sie mittlerweile immer öfter annimmt und auch von alleine anbietet.

Wir haben in den letzten Jahren viele einzelne Touchübungen geübt,  u.a. mit längerem halten der jeweiligen Übung wie z.B. Hüft- und Schultertouch, die komplette Seite oder auch Nasen-, Backen-, Kinn-, Pfoten- und Kopftouch. Ihr machten die Übungen sehr viel Spaß,  sie wurde dadurch  immer anhänglicher und ihre  Berührungsempfindlichkeit nahm ab. Über die einzelnen Touchübungen hatte ich hier schon berichtet.

Als sie damals  an Muskulatur verloren hatte und instabiler in der Bewegung wurde,  haben wir die Touch-Halteübungen teils auch für die  isometrischen Übungen genommen, um ihre Muskulatur zu stärken und die Bänder zu festigen.

Die reine  isometrische Übung besteht aus Krafttraining und Entspannung. Bei den  Übungen werden die Gelenke / der Körper nicht bewegt, sondern nur ein Druck auf der Muskulatur aufgebaut und für eine kurze Zeit gehalten.  Bestimmte Körperteile werden gegen einem Gegenstand (Wand, Tür, Stuhl usw.) gedrückt, bei Kimbi nutzte ich   zur Zeit noch mein Bein, mein Arm oder meine Handfläche, aber wir üben auch, dass sie sich  gegen Wände, Bäume oder sonstiges drücken kann.

Kleine  isometrische Dehn- Steck- und Anspannungsübungen können helfen, dass der Körper Muskulatur aufbaut. Diese haben wir damals auch mit Erfolg genutzt. Bestimmte Übungen können die Popo-, Hinterhand- und Bauchmuskulatur stärken und die Bänder entlasten.

Mittlerweile nutzen wir diese Übungen auch zur direkten aktiven Entspannung.

Keine Entspannung ohne Anspannung. Ähnliche Übungen, wie die isometrischen Übungen, eignen sich auch sehr gut für eine aktive Entspannung in stressigen Situationen wie z.B bei Angst- und Aggressionsverhalten oder auch bei starker Aufregung wie bei Wildsichtungen oder einfach mal zwischendurch. Aktiv, weil der Hund sich nicht einfach nur entspannt, in dem er sich ausruht oder ich ihn streichel, sondern er ist aktiv dabei.  Er hat eine Aufgabe d.h. er schaltet  im Gehirn in andere Bereiche und fährt somit schneller runter. Dazu wird noch, durch den Druck auf dem Körper, das Hormon Oxytocin ausgeschüttet, welches  zur  Entspannung beiträgt. Durch die Anspannung  die nach kurzem halten gelöst wird, entsteht ebenso eine Entspannung.

In den beiden Filmen bewegt sie teils ihren Körper mit und ist zu stürmisch.  Zumindest für eine reine ruhige isometrische Übung um Muskeln aufzubauen,  wäre hier zu viel Bewegung im Spiel.  Bei Entspannungsübungen sieht es anders aus, dort ist alles erlaubt was dem Hund gut tut und entspannt. Damals, beim Muskelaufbau und Krafttraining, haben wir auch  ruhigere langsamere Übungen gemacht,  da wäre sonst die Hilfe eines Physiotherapeuten sinnvoll, damit man nichts verschlimmert.

Hier in dem ersten Film, sieht man ein Gemisch aus dem Signal Kontakt, Seitentouch und isometrischer Übung.  Kimbi macht es Spaß und es hilft ihr in bestimmten Situtionen zu entspannen. Im Alltag, wenn ich es in stressigen Situationen abfrage, läuft die Übung natürlich sehr viel ruhiger und langsamer ab, dadurch entspannt sie auch besser.

Hier die gleiche Trainingseinheit draussen, im Anschluß gab es noch eine Streckübung.