Weihnachtsdaily

Heute ist der 24 Dezember 2012, Heiligabend. Eben habe ich ein Weihnachts-Daily vom Tierkunst Atellier  Beate Kuczera geschenk bekommen.
Wow, es ist einfach toll geworden, ich bin beeindruckt. Meine Kimbi erkennt man sofort, dieser Gesichtsausdruck, die Augen und das freche Grinsen, einfach nur genial.

Wer Interesse an so einem Daily hat kann sich hier im Tierkunst-Daily-BLOG mal umschauen.

Und so entsteht ein Daily. 
Erst werden die groben  Umrisse und dann der Hintergrund gezeichnet. Anschließend die Flächen ausgefüllt, dann noch etwas korrigiert und fertig ist das Daily. 🙂

 

Silvester naht…

Vorläufiges Ziel errreicht, Silvester kann kommen 🙂

Wer Kimbi kennt, weiß wie geräuschempfindlich sie früher war und was für eine Angst sie vor Knaller, Schüsse und Auspuffknattern hat. Ich hatte hier und hier schon mal etwas dazu geschrieben.

Darum fahren wir dieses Jahr Silvester wieder  zur Nordsee, wir wohnen in einem Reetdachviertel wo nicht geknallt werden darf. Dort hört man allerdings auch 3-5 Knaller am Tag und Silvesternacht, je nach dem wie der Wind steht, bekommt man auch ca. 10 min etwas vom Feuerwerk mit. Im Vergleich zu Bremen, ist es natürlich sehr wenig, hier wird ab Weihnachten schon immer mal geknallt. Vier Tage vor Silvester geht es dann richtig los, vor allem abends, da knallen sie  ständig, am Silvester ist es dann nicht mehr  auszuhalten. Die Tage danach sind auch nicht viel besser, es zieht sich teils bis zu einer Woche hin.

Unser vorläufiges Ziel war, dass Kimbi, wenn es vereinzelt knallt, zu mir kommt, ihr Superleckerli (Trockenhirschfleisch) bekommt und ihre isometrische Übungen (mein Signal Kontakt) zeigen kann, um sie  gegebenenfalls zu entspannen.
Wichtig war für mich, dass sie, wenn es knallt, nicht mehr flüchtet, sondern zu mir kommt, kein Angstverhalten mehr zeigt und ansprechbar bleibt.

Natürlich ist es noch nicht unser Endziel, wir trainieren weiter, aber Silvester kann kommen.

Hier drei Filme vom Training. Im ersten Film reagiert Kimbi super, sie kommt sofort zu mir, nimmt ihr Futter und kann die isometrischen Übung machen. Das Mensch-Hund-Team im Hintergrund trainiert ebenso  und wurde vorher eingewiesen. Sie sind noch nicht ganz so weit, aber der Hund hat es gut verarbeitet und konnte anschliessend schnell entspannen.  Wir sind anschliessend noch 30 min gemütlich spazieren gegangen.

 

Hier im Film ist der Knall sehr nahe und laut, das Kimbi sich beim Knall erschreckt ist ein ganz normales Verhalten, das würde fast  jeder Hund, was danach kommt ist wichtig. Kimbi  ist  ansprechbar, zeigt kein Angstverhalten und kann Futter nehmen. Anschließend sind wir noch 20 min entspannt spazieren gegangen.
Ach ich bin ganz stolz auf meine Maus, wir haben es geschafft. 🙂

 

Hier knalle ich mit Knallerbsen. Leider ist mir eine Knallerbse runtergefallen, direkt neben Kimbi. 🙁  Ich habe sofort  gemarkert. Sie hat natürlich reagiert und zuckte kurz, konnte dann aber ihr Futter suchen. Sie zeigte kein Angstverhalten. Glück gehabt. Die Knallerbsen sind doch sehr laut, auf den Film hört man es nicht so, da es sehr windig war.

Ich habe während des Trainings natürlich darauf geachtet das es  für sie  nicht zu viel und auch nicht zu stressig wird. Ich habe sie tagsüber und auch nachts beobachtet, sie war entspannt, nicht geräuschempfindlicher oder angespannter auf den weiteren Spaziergängen.

 

 

 

 

Stöbersuche – mal wieder zu einfach

Gestern wollte ich  bei Kimbi die Stöbersuche mal etwas schwerer gestallten. Klappte nicht ganz so wie ich wollte, Kimbi ist zu gut. 🙂

Kimbi sucht mittlerweile mit Hilfe des Windes sehr gut, sie hält sichtlich ihre Nase in den Wind und läuft los. Selbst wenn ich es mit dem Wind verstecke, dann läuft sie ein Stück voraus, dreht um und nutzt den Wind. Sie macht es prima. Ab und an nimmt sie ein paar andere Gerüche auf, bleibt kurz stehen und schnüffelt, sucht dann aber weiter.

Gestern lief ich eine große Fläche ab, damit sie anschließend nicht meinen Spuren folgt um ans Ziel zu kommen, hätte ich mir auch sparen können. Ich dachte, dass die Ablenkung Schnee, Gestrüpp und viele Hasenköttel für sie doch etwas schwerer sei, aber so kann man sich täuschen.

Ihre Motivation bei Suchaufgaben wird immer größer. Wenn sie mal nicht weiter weiß  bleibt sie stehen, hält ihre Nase in den Wind und sucht weiter.

Platz-Pfiff

Heute haben wir seit langem mal wieder ein wenig mit der Pfeife trainiert. Kimbis Platz-Pfiff ist ein langer + ein kurzer Ton. Heute lag wieder etwas Schnee, was für Kimbi schon eine kleine Ablenkung ist, dazu kam noch ein wenig Wildgeruch. Da wir es noch nicht so oft geübt haben, fand ich es für den Anfang schon sehr gut. Mal sehen wo uns das Training hinführt 🙂

Verlorensuche auf der Rückspur

Vor drei Wochen hatte Kimbi sich stark am rechten Vorderbein verletzt und musste  geschont werden, (findet ihr hier) nun darf sie teilweise wieder frei laufen. Sie läuft natürlich nicht langsam, bei ihr gibt es nur schleichen oder sprinten. Darum darf sie auch noch nicht die ganze Zeit ohne Leine laufen, aber von Tag zu Tag mehr. Wir steigern nun   die Zeit und den Freilauf.

Heute haben wir ein paar Suchspiele mit eingebaut u.a. Verlorensuche auf der Rückspur, aber  erst mal nur über eine kurze Distanz.

 

Futterentwertung

Kimbi frisst sehr gerne, zwar nicht alles, aber vieles und dass was sie gerne mag, ist auch sehr schnell aufgefuttert. Ihr Napf wird immer gerne  ausgeleckt und Leckerlis werden verschlungen.  Fängt sie an zu nörgeln, ist es bei ihr ein Zeichen von Stress und Unwohlsein.

Somit kann ich erkennen, ob es ihr nicht so gut geht, sie eventuell wieder ein Schub bekommt und unterstützt werden muss oder ich mal wieder ihr Futter entwertet habe. 🙁

Bei einem sensiblen Hund wie Kimba geht so was leider sehr schnell.
Kimbi bekommt auf Grund ihrer Verletzung seit 1 Woche MSM ins Futter. Sie bekam schon öfter MSM, ist aber schon eine Zeit lang her. Ich mischte es immer unters Futter und sie fraß es mit. So machte ich es diesmal auch, morgens gab es MSM mit ins Frühstück und abends ohne. Die ersten beiden Tage fraß sie auch alles zügig auf, dann nörgelte sie, sortierte das Futter aus und fing an es stehen zu lassen, leider  auch das Abendessen. Ich habe sofort das MSM aus dem Futter gelassen. Trotzdem fraß Kimbi sehr schlecht. Sie sortierte und spuckte es neben dem Napf und ging immer Mal wieder vom Futter weg. Schon bei der Zubereitung schaute sie nicht mehr zu und als ich sie zum Fressen rief kam sie auch nicht sofort.  🙁
Heute Abend  habe ich ihr Futter mit viel Leber verfeinert, sie fraß zwar nörgelig und mit paar Anläufen, aber der Napf war fast leer. Es wird wieder besser, aber bei Kimba  dauert es  immer etwas Zeit, auch wenn ich relativ schnell reagiert habe.

Leider  kann man mit so etwas schnell einen nörgeligen Fresser bekommen, obwohl der Hund Hunger hat, frisst er nicht. Er lernt bestimmte Situationen und auch das Futter zu meiden, was wiederum Stress für den Hund bedeutet. Bei sehr sensible und oder kranken Hunden kann dadurch ein Teufelskreislauf entstehen.

Als Kimba noch ein Junghund war, hatten wir solche Situationen auf Grund ihrer Krankheiten auch ein paar Mal, es dauerte sehr lange bis sie wieder fit war und gut gefressen hat.
Nun leider wieder, weil ich voreilig gehandelt habe und dachte was früher im Napf war und mit gefuttert wurde, wird heute auch gefuttert. Eigentlich ziemlich blöd von mir, da Verhalten, der Geschmacksinn und Emotionen sich ja im Laufe der Zeit verändern. 🙁

Was versteht man unter „Futterentwertung“?

Futter gehört zu den existentiellen, primären Verstärker, den wir auch sehr gut im Training einsetzen können.  Verbindet der Hund nun mit Futter, aus bestimmten Gründen, etwas Unangenehmes, wird es automatisch weniger attraktiv, nicht mehr so wichtig, eventuell gemieden, im schlechtesten Fall sogar aversiv sein.

Es ist aus Sicht des Hundes „entwertet“ und wir haben eventuell danach Schwierigkeiten, es weiterhin als primären Verstärker einzusetzen. Schlimmer aber ist, dass einige Hunde darauf mit der Verweigerung von Futter reagieren.

Bei sensiblen Hunden kann es durch  bestimmtes Verhalten vom Menschen ziemlich schnell  zur Futterentwertung kommen.

– durchs stopfen von Leckerlis/Futter
(Mensch gibt dem Hund das Leckerli nicht vernünftig, sondern schiebt es mehr oder weniger rein, so dass die  Schnauze beim Fressen zurück weicht)
– durch Fütterung von nicht gemochten oder unverträglichem Futter
– durch Medikamente, Kräuter und Co im Futter
– durch negativen Strafen, Futterentzug im Training / Zuhause
– Tauschaktionen von hochwertigem zu minderwertigem Futter
– durch immer wieder anbieten und aufdrängen von Futter in bestimmten Situationen, wo es nicht unbedingt gewollt oder vertragen wird.
– durch Übelkeit, Krankheiten und Schmerzen