Jagdsequenzen als Belohnung

Kimbi hat  eine starke Jagdmotivation. Das Jagen besteht aus unterschiedlichen, aneinandergereihten Verhaltensmustern. Die einzelnen Sequenzen wie Orientieren – Fixieren – Anpirschen – Hetzen – Packen – Töten – Zerreißen/Fressen sind natürlich nicht bei jedem Hund gleich stark ausgeprägt. Dazu kommt noch, dass das Jagdverhalten  selbstbelohnend ist.

Kimbi zeigt bis auf das Fressen leider so ziemlich alle Sequenzen.

Früher hat Kimbi die Jagdsequenzen wie das  Fixieren und Anschleichen nur sehr kurz gezeigt und ist dann gleich  ins Hetzen übergegangen, welches dann sehr ausdauernd war.
Während des Hetzens hatte ich dann kaum noch eine Möglichkeit, sie umzuorientieren, sie war nicht mehr ansprechbar.
Somit habe ich nun erst mal versucht, die sehr kurz gezeigten Sequenzen wie lauern und schleichen zu verlängern, damit ich mehr Zeit habe sie umzuorientieren und sie nicht so schnell ins Hetzen übergeht.
Da ich wenige  Möglichkeiten habe sie  zu belohnen, habe ich das Lauern und das Schleichen auf Signal gesetzt und als Belohnung eingesetzt. Belohnungen wie Futter, Echtfelldummy, Hetz- und Zerrspiele, Suchspiele, Schnüffeln, Sprinten oder ähnliches wurde von ihr in solchen Situationen nicht angenommen und oder wirkten nicht verstärkend.

Heute hetzt sie kaum noch, wenn dann nur eine kurze Strecke, sie zeigt  dafür das Lauern und Schleichen  über längere Zeit.
Unser Training beinhaltet aber nicht nur das  Lauern und Schleichen auszudehnen, sondern auch u.a. das Zeigen & Benennen, Umorientierung ( pos. Name, Rückruf, U-Turn) , Stoppsignal und sitzen.

Wir üben auch schon oft ohne Leine und das mit tollen Erfolgen. Teilweise kann sie sich schon umdrehen und möchte und erwartet  auch Futter als Belohnung, aber andere Belohnungen, außer die Sequenzen wirken bei ihr nicht verstärkend genug.

An manchen Tagen, sowie auf den ersten Film, wo sehr viele  Kaninchen unterwegs sind, kommt sie noch an die Leine.
Hier sieht man wie viele Kaninchen uns morgens Gesellschaft leisten.  Ich kann Kimbi in solchen Momenten noch nicht umorientieren, aber ich kann sie stoppen, sie kann sitzen und auch auf meine Signale reagieren sowie schleichen und lauern.
Am Ende konnte sie sich einmal umorientieren, hätte ich markern müssen, aber filmen, Kaninchen und Kimbi beobachten, lockere Leine, den Deich nebenan noch im Auge behalten usw. ist für mich wohl doch etwas zu viel. 🙁

Ich denke wir sind auf dem richtigen Wege, Kimbi macht es sehr gut. Vor 1-2 Jahren konnte sie in dem Gebiet noch nicht ohne Leine laufen und wäre bei so vielen Kaninchen nur in die Leine gesprungen, hätte gezogen  und wäre stark erregt. Damals brauchte sie auch sehr lange bis sie wieder entspannen konnte, manchmal brauchte sie Tage, bis sie wieder richtig fit war. Heute ist sie nach so einem Spaziergang schnell wieder fit und kann sich, sobald wir ein Stück weiter laufen, auch entspannen.

Schleichen und Lauern auf Signal – an der  Leine

Stoppen im Kaninchengebiet

Stoppen mit Belohnung Lauern

Schleichen und Lauern auf Signal – im Freilauf

Zeigen und Benennen  – im Freilauf