Die Pfeife im Einsatz

Kimbi wird dieses Jahr neun, für einen fitten, gesunden  Eurasier wäre es noch kein Alter, aber bei einem chronisch kranken Hund wie Kimbi können da schon einige Altersanzeichen auftreten.

Mir fällt letzter Zeit auf, dass ihre Konzentration etwas nachlässt, sie verwechselt öfter einige Signale, sie lernt nicht mehr ganz so schnell wie früher und überhört mich öfter mal. Gestern stand sie z.B. vor einem Spiegel, das erste Mal, dass sie ihr Spiegelbild anknurrte. Aber sie hat immer noch sehr viel Freude und Spaß am Training und möchte immer wieder was Neues lernen.

Da Kimbi auf Worte, Handzeichen und Pfiffe (mit dem Mund – keine Pfeife) reagiert, dieses aber nicht sehr laut ist und auf Entfernung wegen eines nachlassenden Gehörs eventuell zu Problemen führen könnte, werden wir nun mit einer Pfeife trainieren. Wir werden verschiedene Töne und Tonarten auftrainieren, ein Stoppsignal, Rückruf, Signal fürs Sitzen, Liegen und Umorientierung.

Auch wenn Kimbi noch lange leben wird, kann es nicht schaden, dass sie rechtzeitig damit vertraut gemacht wird. Schließlich haben wir uns vorgenommen, dass sie  17 Jahre alt wird. 🙂

Ebenso reagiert Kimbi, da sie sehr geräuschempfindlich ist,  immer noch ab und an auf bestimmte Geräusche wie z.B. der Triller mit ängstlichem Verhalten. Vor paar Jahren hätten wir die Pfeife, egal mit welchen Tönen gar nicht nutzen können.

Somit möchte ich zwei Dinge mit dem Training verbinden.
Den Triller und die Signale auf Pfeiftöne.

Unser Training begann mit der Gewöhnung an dem  Trillerton.
Immer wenn irgendwo ein Triller ertönte, wurde gemarkert und belohnt. Die Belohnung war immer abwechslungsreich- ein Spiel, fangen, schwimmen, suchen usw. Meistens eine Belohnung, welche sie etwas beschäftigt, damit es etwas Zeit in Anspruch nimmt und sie sich nicht gleich wieder auf den Triller konzentriert.

Anschließend habe ich den Triller selber eingesetzt, beim Ton gemarkert und belohnt.

Kimbi hat keine Probleme mehr mit Pfeiftönen auch nicht beim  Triller, solange sie von mir kommen, kommt der Triller  unkontrolliert aus einer anderen Richtung, kann es ab und an, je nach Tagesform noch vorkommen, dass sie darauf reagiert. Wir werden weiter daran arbeiten.

Nun bauen wir die Pfeiftöne auf, Kimbi hat viel Spaß am neuen Training.
Unser Ziel ist:
– ein kurzer Ton = Stopp
– zwei kurze Töne = Rückruf
– ein kurzer und ein langer Ton =  sitzen
– ein langer und ein kurzer = liegen
– Mauspfiff = Umorientierung
– dumpfer Pfiff = Anker
– Mauspfiff + dumpfer Pfiff = Doppelter Rückruf
– später Triller = Arbeitspfiff

Jeder Ton/Signal wird einzeln aufgebaut und dann unter steigernder Ablenkung trainiert.

In Moment üben wir das Stopp und den Rückruf.
Unter leichter Ablenkung klappt es schon sehr zuverlässig.  Nun kommt die mittlere Ablenkung, es wird schwerer, bei der schweren Ablenkung sind wir noch nicht.

Heute waren wir in einem Gebiet mit mittlerer Ablenkung. Dort gibt es Kaninchen und Fasane.

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