Geschirr Nr. 11

Nun habe ich heute die Reste verbraucht. Es war noch genügend olivfarbendes Gurtband und schwarzer Stoff vorhanden.  Ich möchte gerne, dass Kimbi verschiedene Formen an Geschirren trägt, damit der Druck nicht immer auf der gleichen Stelle lastet.
Somit habe ich nun ein Geschirr genäht, welches am Hals rund herum läuft, auf dem Rücken überkreuz sitzt und der Gurt auf der Brust geteilt aufliegt.

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Kimbi im Geschirr Nr. 11 – Sie fühlt sich sichtlich wohl 🙂

…und schon wieder ein neues Geschirr

Eigentlich sammeln Frauen doch Schuhe und/oder Taschen, nicht dass ich keine Schuhe hätte, aber wir sammeln mittlerweile wohl eher Geschirre. Heute bekommt Kimbi ihr zehntes Geschirr. Einige liegen im Auto und einige zu Hause, so gibt es für jeden Anlass das passende Geschirr. Mittlerweile wurden auch schon sämtliche Geschirre wieder verändert und/oder aussortiert. Drei von den zehn Geschirren sind mittlerweile etwas zu klein, die können wir nur noch im Sommer nutzen, wenn sie weniger Fell hat.

Es fing eigentlich damals, als Kimbi kein Geschirr anziehen mochte an, die gekauften passten ihr nicht so richtig. Sie fühlte sich sehr unwohl in so einem gekauften Geschirr, war schnell gestresst und mied es.
Es ging am Anfang auch nicht nur um das Anziehen selbst, sie bekam auch Stress beim Laufen. Sie mochte sich damit nicht hinlegen, entspannen und schlafen war somit auch nicht möglich.

Wir trainierten zu Hause das Anschauen, Touchen, Bringen und Kopf durchstecken. Es wurde immer besser, aber nicht so, dass sie sich richtig wohl fühlte.

Training – Geschirr anziehen [quicktime]http://www.freundschaft-hund.com/priv_kimba_blog/blogfilme2003_2012/anziehen1.mpg[/quicktime]

Ich nähte ihr ein weiches Geschirr ohne einen Gurt zwischen den Beinen und mit einem größeren Einstieg für den Kopf, es hatte keine Stabilität, aber das war erst mal egal. Mir ging es zunächst einmal nur darum, sie daran zu gewöhnen und es ihr so angenehm wie möglich zu machen.

Ein Halsband war für mich keine Alternative und somit bekam sie damals ihr erstes selbstgemachtes Geschirr.

Das Training draußen auf den Spaziergängen ging schnell voran, das Hinlegen, das Entspannen, auf die Seite legen, Strecken usw. wurde über Marker trainiert.

Somit folgte nun auch bald das 2. Geschirr, es musste ja nun noch ein wenig Stabilität hinein.
Kimbi bekam zunächst ein Norwegergeschirr, da bei diesen Geschirren immer noch der Mittelsteg fehlt. Anschließend ein weiches, am Hals rundgenähtes Führgeschirr, danach gab es dann Führgeschirre in allen Variationen.
Alle Geschirre wurden weich gepolstert, ich schaute, dass sie ca. eine Handbreit von den Vorderbeinen  entfernt waren, die Schnallen nirgends drückten und an den Seiten nicht zu tief saßen. Ebenso wurde der Ring für die Leine mit Polster unterlegt, so dass der Ring und auch der Karabiner der Leine  nicht auf ihre Wirbelsäule aufschlug.

Damals gab es ein breites Neoprenpolster, mittlerweile gibt es aber auch Wolle- und Stoffpolster unter dem Gurtband.
Am Anfang wurde das Gurtband am Hals rund genäht. Mittlerweile kann sie auch gekreuzte und spitz zulaufende Gurtbänder im Halsbereich  tragen.

Wichtig ist bei Kimbi nur, dass der Einstieg groß genug ist und dass das Geschirr weich gepolstert ist.

Kimbi trägt mittlerweile viele verschiedene Modelle  und das ohne Probleme. Gekaufte Geschirre trotz Maßanfertigung passen ihr nur suboptimal.
Das Problem mit dem Tragen auf dem Spaziergang ging sehr schnell vorüber.
Allerdings mussten wir das Anziehen sehr lange trainieren. Aufgrund dessen, dass sie damals sehr berührungsempfindlich und ihr Gesundheitszustand wesentlich schlechter als heute war, dauerte es etwas länger. Der Weg hat sich aber gelohnt.

Heute hat sie mit dem Anziehen nur noch sehr selten Probleme, meistens nur dann, wenn es ihr gesundheitlich nicht so gut geht.

Dieses Geschirr wurde mit weichem Stoff und Polster genäht, alle Ringe wurden  unterlegt und es gab ein schwarzes Gurtband mit reflektierenden Streifen. Es ist superweich und leicht, genau das Richtige für meine Maus.

Signal „Kontakt“

Kimbi lernt das Signal „Kontakt“.  Mein Ziel bei diesem Signal ist, dass sie sich an mich drückt, sich kuscheln lässt- nur wenn sie mag und sich entspannen bzw. mit der Erregung herunter fahren kann.  Die Ausschüttung von Oxytocin, die durchs Kuscheln und auch durch den Druck auf dem Körper entsteht, hilft uns dabei.

Warum machen wir das?
Zum einen, weil Maus früher berührungsempfindlich war und Berührungen bei ihr  über  Signale aufzubauen es auflockert und sie im Moment (eigentlich seit ihrer Narkose- Sommer 2011) auf vieles, was sich in ihrer Nähe bewegt Meideverhalten zeigt. Aber vor allem ist es Teil einer Übung, die ich bei Unsicherheiten/Angstverhalten gegenüber Hunden und vor allem Geräuschen (Knallgeräusche, Schüsse, Silvester, Auspuffgeräusche von Motorrädern usw.) einsetzen möchte.

Das „Endziel“ soll sein, dass sie ohne Wortsignal in bestimmten Situationen zu mir kommt und freiwillig den Kontakt sucht, sich an mich drückt  und anschliessend entspannt.  Falls dieses in bestimmten Momenten nicht mehr möglich ist, habe ich noch das Signal „Kontakt“, was ihr helfen kann.

Der Weg ist das Ziel – mal sehen wie weit wir kommen. 🙂

Die ersten Schritte waren runterbeugen, über sie  beugen, von oben mit der Hand runter usw. dieses wurde gemarkert und belohnt.
Der zweite Schritt war, dass sie zu mir kommt und sich an mich drückt / lehnt. Dieses haben wir durchs Freie Formen + Marker aufgebaut.
Sie  drückt sich  noch nicht stark an mich, aber für Kimbi schon sehr gut. Es wird von Mal zu Mal mehr.  Ich möchte, dass sie es von alleine anbietet, wenn sie soweit ist.
Der dritte Schritt war, dass sie sich an mich lehnt und ich sie anschliessend anfassen und auch etwas Kuscheln kann. Im vierten Schritt habe ich als Belohnung  kuscheln und Futter eingesetzt.
Der fünfte Schritt war das Vorschalten vom Wortsignal „Kontakt“,  ebenso gibt es ein Handzeichen für „Kontakt.“
Als sechstes wurde  es zu einer isometrische Übung verfeinet. Ich nutze den Oppositionsreflex  damit wirklich bei Signal Kontakt zwischen ihrem Körper/Seite- und Schulterbereich und meinem Bein und oder Arm ein Druck aufgebaut, kurz gehalten und dann langsam wieder nachgelassen wird. Dieses führt ebenso zur Entspannung.
Diese sechs Schritte haben wir natürlich erst mal zuhause aufgebaut, nun üben wir sie draußen- angefangen von Schritt 1 usw.

Ich finde Kimbi, macht es schon sehr gut, wir werden es nun ausbauen und dann langsam auch mal auf dem Spaziergang abfragen.  Sobald es gut läuft, kommen die nächsten Schritte.  Fortsetzung folg. 🙂

Nicki und Kimbi

Nicki mein Pflegehund, ein Hütehundmischling, kommt ab und an für ein paar Tage zu uns zu Besuch. Kimbi und Nicki kennen sich seit Jahren, sie kommen zuhause sehr gut miteinander klar. Sie spielen, liegen dicht beieinander, fressen gemeinsam und können teilen.

Draußen war es zuvor etwas schwieriger. Je länger Nicki bei uns war, desto mehr musste man aufpassen und öfter mal umorientieren.
Blieb Nicki nur 1-2 Tage lief es prima, blieb sie länger fing sie an Kimbi zu hüten. Kimbi durfte draußen nicht mehr sprinten, Hunde begrüßen oder zu mir galoppieren. Nicki umkreiste sie bellend, versuchte sie zu stoppen und / oder zu bewegen und einzukreisen, wenn es nicht klappte wurde auch mal in Richtung Hinterbeine geschnappt.

Für Kimbi nicht schön, sie bekam Stress und lief nur noch langsam neben her. Natürlich ließ ich es nicht zu, orientierte um, gab Alternativverhalten, betrieb Management- ging getrennt oder ein Hund an der Schleppleine.
Nach etwas Training lief es besser, aber aufpassen musste man schon. Heute kommt sie nun nur noch für 1-3 Tage zu uns, damit es friedlich und harmonisch läuft- so ist es für beide entspannter und stressfreier.

Das nächste Mal wird sie Mitte Mai für 2 Tage kommen, wir freuen uns schon.
Solche Kurzbesuche tun Kimbi richtig gut, für länger stresst sie es zu stark und es tut ihrer Gesundheit nicht so gut.

Heute haben wir sie durch Zufall getroffen. Nicki sah uns von weitem und kam freudig angelaufen.

[quicktime]http://www.freundschaft-hund.com/priv_kimba_blog/filme_spielen/toben_nicki_0212.mov[/quicktime]

Kimbi auf Veranstaltungen / Seminare

Kimbi wird auf Seminaren immer entspannter. Am Wochenende hatten wir hier wieder ein Seminar veranstaltet “Thema: Schilddrüse und Verhalten”. Sie nimmt ihre Höhle immer mehr an, legt sich davor oder hinein und entspannt. Die Höhle wurde zum Rückzugsort, wo sie Ruhe und Schutz erhält. Mittlerweile kann sie für 5-10 Minuten auch in der geschlossenen Höhle verweilen, ohne Stress zu bekommen. Sie lernt von Mal zu Mal dazu. Sie lernt, geht sie in ihre Höhle, bekommt sie Ruhe, die Menschen und auch Hunde halten Abstand, sie laufen einen Bogen, sie ist geschützt, kann entspannen und stressfrei das Seminar überstehen.

Kimbi in Spiellaune

Kimbi spielt seit Jahren kaum noch mit Hunden. Sie mag nicht so gerne direkten Kontakt, mag nicht, wenn es etwas schneller mit viel Bewegung und Rempelei her geht. Sie ist da sehr berührungsempfindlich und meidet schnell. Teils wird sie ängstlich, flüchtet und /oder fiept.

Es geht ihr gesundheitlich seit einiger Zeit immer besser, sie wird sicherer und ist nicht mehr so berührungsempfindlich. Mittlerweile mag sie auch mit bestimmten Hunden spielen, wird schon fast grob dabei. Es macht ihr Spaß und tut ihr sehr gut.

Nun hat Kimbi  sich in einen Eurasierjungen namens Dschingis verliebt. Sobald sie ihn sieht oder nur riecht, ist sie kaum zu halten, sie fiept und flippt völlig aus, hat nur noch eins im Kopf – ab zu Dschingis.

[quicktime]http://www.freundschaft-hund.com/priv_kimba_blog/filme_spielen/toben_dschinigs_0212.m4v[/quicktime]
Kimbi und Dschingis

Stöbern und go – Fasansuche

Kimbi war heute super toll. Sie hatte den Fasandummy sofort gewittert und rannte los, überlegte dann aber wie sie zum Ziel kommt. Zwischen Fasan und Kimbi war ein halb zugefrorener Graben, sie lief zurück und suchte eine Überquerung. Prima gemacht, sie wird immer besser. Bei dem Fasandummy sucht sie mit viel mehr Freude, mehr als bei allen anderen.

[quicktime]http://www.freundschaft-hund.com/priv_kimba_blog/filme_jagd/stoebern_go_fasan2_0212.mov[/quicktime]

Freiverlorensuche mit Verweis – Fasandummy

Kimbi durfte heute morgen wieder ihren Fasan suchen und anzeigen. Ihr macht es immer mehr Spaß.

Sie sucht immer konzentrierter und lässt sich nicht mehr so viel von der Umwelt ablenken. Falls sie mal kurz abgelenkt ist, sucht sie anschliessend weiter. Die Fläche, in der sie suchen darf, werde ich nun von Mal zu Mal vergrößern.

Heute war sie kurz wegen ein paar Hasenköttel abgelenkt, die musste sie eben auffuttern, suchte aber anschließend weiter.

[quicktime]http://www.freundschaft-hund.com/priv_kimba_blog/blogfilme2012/stoebern_go_fasan1_0212.mov[/quicktime]